Category Archives: Seite für Seite

Rezension: Der Silo

Das Buch: „Drei Jahre nach dem mysteriösen Tod seiner Frau Allison setzt Sheriff Holston seiner Aufgabe ein Ende und entschließt sich, die strengste Regel zu brechen: Er will das Silo verlassen. Doch die Erdoberfläche ist hoch toxisch, ihr Betreten bedeutet den sicheren Tod. Holston nimmt das in Kauf, um endlich mit eigenen Augen zu sehen, was sich hinter der großen Luke befindet, die sie alle gefangen hält. Seine Entdeckung ist ebenso ungeheuerlich wie die Folgen, die sein Handeln nicht zuletzt für seine Nachfolgerin Juliette hat … Hugh Howeys verstörende Zukunftsvision ist rasanter Thriller und faszinierender Gesellschaftsroman in einem. »Silo« handelt von Lüge und Manipulation, Loyalität, Menschlichkeit und der großen Tragik unhinterfragter Regeln.“ (Quelle: www.piper.de)

Der Autor: „Hugh Howey, Jahrgang 1975, verdiente sein Geld als Skipper, Bootsbauer, Dachdecker und Buchhändler, bevor er als Romanautor erfolgreich wurde. Mit seinem großen Endzeitthriller »Silo«, der als Erzählung angelegt war und so überwältigend viele Leser fand, dass schließlich ein Roman daraus wurde, gelang ihm der internationale Durchbruch. Hugh Howey lebt mit seiner Frau in Jupiter, Florida.“ (Quelle: www.piper.de)
Meine Rezension:

Bei dem Buch, welches mir freundlicherweise über Bloggdeinbuch.de zur Verfügung gestellt wurde, handelt es sich um den zweiten Teil einer Geschichte, die ähnlich wie vor einige Jahren The Green Mile, zuerst unterteilt in kleine Einzelbände, später dann als komplettes Buch erschien.

Der Autor Hugh Howey erzählt das Szenario der Menschheit in der Zukunft, die in einem Silo lebt, der viele Stockwerke tief in die Erde reicht. Ein Leben auf der Erde, so wie wir es kennen, ist nicht mehr möglich, zu groß ist die Umweltverschmutzung, zu gefährlich die Atmosphäre. Die Entwicklung draußen beobachtet man jedoch durch ein Fenster mit einer gewissen Neugierde, aber auch Gleichgültigkeit. In regelmäßigen Abständen muss das Fester gereinigt werden und so wird immer wieder ein Freiwilliger (oder auch weniger Freiwilliger) gesucht, der in einem vermeintlichen Schutzanzug nach draußen geht. Die meisten Menschen sind mit ihrem Leben im Silo zufrieden, sie arbeiten, sie haben Familie, es ist ihr Zuhause. Einige wenige jedoch wollen wieder die Freiheit, die es vor Generationen gab und die man nur noch aus Erzählungen kennt. Einer von ihnen ist Sheriff Holston, dessen Frau Allison vor drei Jahren ums Leben kam, als sie unbedingt das Fenster reinigen wollte. Um jeden Preis will er hinaus und sehen, ob die Erde wirklich so ein lebensfeindlicher Ort ist.

Ich fand den zweiten Teil der Geschichte recht spannend und habe das Buch recht schnell fertig gelesen. Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben, den Silo, in dem die Menschen leben, kann man sich bildlich vorstellen. Jede Etage, jeder Raum der in der Geschichte eine Rolle spielt, wird zwar nicht bis ins kleinste Detail, aber dennoch so beschrieben, dass die eigene Phantasie daraus ein komplexes Bild erstellen kann. Mit der Zeit fängt man an, ebenfalls in diesem Silo zu leben, mit den Figuren zu fühlen und spürt diese Enge und Eingesperrtheit. Man versteht, warum der Hauptdarsteller unbedingt hinaus möchte.

Die Geschichte, die im zweiten Band abgedruckt wurde, war mehr oder weniger in sich abgeschlossen. Es gab ein eindeutiges Ende und mir fehlte ein wenig das Offene, Ungewisse, das mich dazu gebracht hätte, unbedingt wissen zu wollen, wie es weiter geht. Der Hauptdarsteller hat seine Rolle zu Ende gespielt und es erscheint völlig klar, dass er nicht wieder auftauchen wird. Es gibt überhaupt keinen Grund zu glauben, dass man ihm später wieder begegnet, was ein Grund für eine Wendung der Geschichte wäre. So wirkt es, als sei das endgültige Finale schon jetzt vorhersehbar. Überraschungen scheinen überhaupt keine mehr zu kommen.

Mittlerweile ist die Geschichte in einem kompletten Band erschienen und ich denke darüber nach, ob ich es mir doch noch kaufen soll. Eine klare Kaufempfehlung kann ich allerdings nur denen abgeben, die auf Science-Fiction-Thriller stehen und gerne trockene, geradlinigie Geschichten lesen. Scheinbar ist das nicht ganz mein Genre und mir gefiel die Geschichte deswegen weniger gut. Ich fand den zweiten Teil der Geschichte recht spannend und habe das Buch recht schnell fertig gelesen. Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben, den Silo, in dem die Menschen leben, kann man sich bildlich vorstellen. Jede Etage, jeder Raum der in der Geschichte eine Rolle spielt, wird zwar nicht bis ins kleinste Detail, aber dennoch so beschrieben, dass die eigene Phantasie daraus ein komplexes Bild erstellen kann. Mit der Zeit fängt man an, ebenfalls in diesem Silo zu leben, mit den Figuren zu fühlen und spürt diese Enge und Eingesperrtheit. Man versteht, warum der Hauptdarsteller unbedingt hinaus möchte.

Die Geschichte, die im zweiten Band abgedruckt wurde, war mehr oder weniger in sich abgeschlossen. Es gab ein eindeutiges Ende und mir fehlte ein wenig das Offene, Ungewisse, das mich dazu gebracht hätte, unbedingt wissen zu wollen, wie es weiter geht. Der Hauptdarsteller hat seine Rolle zu Ende gespielt und es erscheint völlig klar, dass er nicht wieder auftauchen wird. Es gibt überhaupt keinen Grund zu glauben, dass man ihm später wieder begegnet, was ein Grund für eine Wendung der Geschichte wäre. So wirkt es, als sei das endgültige Finale schon jetzt vorhersehbar.

Mittlerweile ist die Geschichte in einem kompletten Band erschienen und ich denke darüber nach, ob ich es mir doch noch kaufen soll. Eine klare Kaufempfehlung kann ich allerdings nur denen abgeben, die auf Science-Fiction-Thriller stehen. Scheinbar ist das nicht ganz mein Genre und mir gefiel die Geschichte deswegen weniger gut.

Erschienen ist Silo im Piper Verlag und es ist dort mittlerweile als gesamter Band mit Hardcover für 19,99€ und als E-Book für 15,99€ erhältlich.

Posted in Rezensiert, Seite für Seite | Leave a comment

Rezension: Die fabelhafte Reise zu den ABC-Inseln


Die fabelhafte Reise zu den ABC-Inseln
Andrea Schütze

Langenscheidt PiNGPONG
erschienen am: 6.August 2012
72 Seiten
ISBN: 978-3468210020
14,99€
Altersempfehlung: ab 5 Jahren

 

Was passiert, wenn Faultier Friedrich faulenzt und Monsterpapa Marius marktfrischen Maulwurfsmatsch mitbringt, erleben Lea, Tim und Emily auf ihrer Reise zu den ABC-Inseln. Denn jede Insel birgt ein Geheimnis, bietet spannende Abenteuer oder beherbergt ganz besondere Bewohner

 

Verlag: Langenscheidt ist jedem bekannt, zumindest hat jeder von uns die Assoziation mit Wörterbüchern oder Sprachkursen. Somit ist es wenig verwunderlich, dass die Langenscheidt PiNGPONG Buchreihe deutschsprachige Kinderbücher umfasst, die Gedichte, Geschichten und Sprachspiele rund um die Buchstaben enthalten. Dabei steht in jedem Kapitel ein Buchstabe im Vordergrund.

Autorin: Andrea Schütze wurde 1970 geboren und hat in ihrer Kindheit so ziemlich alle Hobbys ausprobiert, die man sich vorstellen kann. Irgendwann ist sie beim Lesen geblieben und schreibt deshalb auch so gerne Bücher. Sie hat einen Gesellenbrief als Damenschneiderin, ein Diplom als Psychologin und lebt gesund und munter mit ihrem Mann, zwei Töchtern, einem Golden Retriever und einem Zwergkaninchen am südlichsten Zipfel von Deutschland. Dort gibt es eine Stelle, an der man gleichzeitig in Frankreich, Deutschland und der Schweiz stehen kann – vorausgesetzt natürlich, man hat drei Beine.

(Quelle: http://www.pingpong-welt.de)

Buch: Das Buch wirkt auf den ersten Blick sehr hochwertig. Das Hardcover ist wunderschöngestaltet und sehr stabil, die einzelnen Seiten sind aus recht dickem Papier und sehr griffig. Das Durchblättern fällt selbst kleinen Kinderhänden leicht. Das Format ist relativ groß gehalten, so dass man bequem auf dem Sofa kuscheln und vorlesen kann, während das Kind sich die vielen bunten Bilder ansieht. Es ist relativ dünn und dadurch sehr leicht und gut in der Hand zu halten.

Cover: Die Gestaltung des Covers wirkt aufwendig aber eindeutig kindgerecht. Die Farben sind nicht zu grell und trotzdem schön bunt. Das Bild verrät direkt einem Nicht-Leser worum es in der Geschichte geht. Der Titel ist sehr schön in das Bild eingefügt. Einzig etwas störend empfinde ich den „Pingpong“-Schriftzug auf dem unteren Teil des Covers.
Ehrlich gesagt wirkt dieses Buch aber nicht sonderlich auffällig und es würde vermutlich unter den vielen bunten Büchern im Laden untergehen, wenn man es zwischen den Vorlese-Büchern sucht.

Inhalt: Die Geschichte dreht sich um den Geburtstag des Großvaters, der sich jedes Jahr an seinem Ehrentag ein besonderes Geschichtenabenteuer für seine Enkelkinder ausdenkt. In diesem Jahr ist es die lange Reise zu den ABC-Inseln. Aber er erzählt diese Geschichte nicht einfach, sondern er „lebt“ sie mit den Kindern zusammen. Da wird auf dem Dachboden aus allerhand rumstehenden Dingen ein Boot, mit einem Mast aus einem Besenstiel, der Kleiderschrank wird zum Kuckucksnest, ein Bettlaken zum Segel. Die Enkelkinder sind Steuermann oder Matrose und der Opa wird zum Kapitän.

In jedem Kapitel des Buches wird eine Insel angesteuert. Zuerst natürlich die A-Insel, dann geht es weiter zur B-Insel, auf die die C-Insel folgt, und so weiter. Der Großvater erzählt, was man unterwegs sieht und die Kinder erleben in ihrer Phantasie diese Reise und spielen sie gemeinsam mit dem Opa nach. Aus einem alten Buch liest der Opa dann jedes Mal ein Kapitel zu der Insel vor, an der sie angelegt haben. Diese kleinen Geschichten bestehen nur aus Wörtern, die mit dem Buchstaben der Insel anfangen.

Meinung: Meine Meinung zu diesem Buch lässt sich kurz und knapp in einem Wort ausdrücken: großartig! Wir haben etliche Kinderbücher und leihen regelmäßig noch mehr in unserer Stadtbücherei aus, aber noch nie habe ich ein Buch in der Hand gehalten, welches so spannend und phantasievoll ist und welches so hervorragend mit der Sprache spielen kann. Wir haben bereits ein Buch, welches sich um das ABC dreht (Antons Reise durch das ABC) und hatten bereits den Titel „ABC, ABC, Arche Noah sticht in See“, aber das Langenscheidt-Buch übertrifft diese beiden noch um Längen. Selbst als Erwachsener sieht man diese Schiffsreise der Enkel vor seinem inneren Auge und möchte dieses Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.
Die Buchstabenspielereien sind absolut genial. Dass sich ein längerer Absatz um nur einen Buchstaben dreht ist eine Sache, die schon Spaß macht. Dass aber jedes Wort mit dem gleichen Buchstaben beginnt und trotzdem verständliche, vollständige Sätze dabei heraus kommen ist großartig. Es macht einfach Spaß, dieses Buch vorzulesen, gemeinsam über die lustigen Sätze zu lachen und dabei ganz unauffällig nebenbei das Sprachgefühl zu fördern

Fazit: Diesem Buch gebe ich mit einem sehr guten Gefühl fünf Sterne und empfehle es jedem, der Kinder hat. Wenn wir es nicht schon hätten würde ich es sofort kaufen. Ich bin froh, dass es nicht zurück in die Bücherei muss, sondern dass wir es behalten dürfen und so immer wieder lesen können.

 

 

Herzlichen Dank an Langenscheidt und BloggDeinBuch.de für dieses tolle Buch. Bestellen könnt ihr es direkt beim Verlag, einfach hier lang -> Die fabelhafte Reise zu den ABC-Inseln

 

Posted in Rezensiert, Seite für Seite | Leave a comment

Monatsrückblick November

Asche auf mein Haupt, ich habe ihn völlig vergessen. Der Rückblick schlummert seit Ende November auf meinem PC, jetzt ist er endlich im Internet.

Beendet wurden:
1. Robert Glinski – Angeklagt, Seite 162 bis 256 (94 Seiten)
2. Cecilia Ahern – Für immer vielleicht, 448 Seiten

Angefangen wurde:
1. Michael Robotham – Dein Wille geschehe, Seite 22 bis 100

Meine absoluten Monatshighlights waren:

Cecilia Ahern – Für immer vielleicht

Gelesene Seiten:
November:  620 Seiten
Gesamt 2011: 18595 Seiten

WOW, was für ein Lesemonat….. Man merkt wohl diesen Monat deutlich, dass das Semester
wieder angefangen hat und mir Zeit und Lust dazu fehlen, mich irgendwo mit einem Buch hinzusetzen.
Ganz nebenbei haben mich E-Books so ziemlich nur noch genervt und ich merke wie unangenehm das
Lesen am Computer ist. Dafür kann ich aber jetzt immerhin mein Handy als E-Book-Reader benutzen, was zumindest unterwegs zwischendurch ganz praktisch ist. Das habe ich ja eh immer dabei und so kann ich immer, wenn ich irgendwo Wartezeit habe, ein wenig Lesen. Erst Recht da meine Bücherei eine App für die Onleihe hat und ich sogar diese Bücher am Handy lesen kann.

Nun wollen wir doch mal sehen, ob ich es dieses Jahr noch schaffe, 20.000 Seiten zu lesen, so wahnsinnig viele sind nicht mehr offen, das könnte also klappen, wenn ich meine Unlust mal besiege.

Posted in Seite für Seite | Leave a comment

Rezension: Eine dunkle und Grimmige Geschichte

Eine dunkle und GRIMMige Geschichte
Adam Gidwitz

arsEdition
erschienen am: 8.Juni 2011
256 Seiten
ISBN: 978-3760783666
12,95€


Leser, nimm Dich in Acht!

Was nun folgt, ist ein Märchen.
Ein Märchen?, wirst Du vielleicht denken. Märchen sind doch Kinderkram.
Doch in diesem Märchen hüpfen keine kleinen Mädchen mit roten Kappen fröhlich durch den Wald.

Was zwischen diesen Seiten auf dich lauert,
ist die wahre Geschichte von Hänsel und Gretel – ein Märchen voller dunkler Zauberer, gefährlicher Hexen und todbringender Drachen.

Tritt ein.
Dieses Märchen ist furchterregend, sicherlich blutig und definitiv nichts für Angsthasen; aber anders, als alle anderen Märchen, die du kennst, ist dieses hier wahr.

Buch: Es ist ein kleines, handliches Hardcover-Buch, natürlich mit Schutzumschlag. Die Innenseiten des Covers sind märchenhaft dunkelrot. Durch den Schutzumschlag und das knappe Format ist die Haptik ganz ausgezeichnet und da es ein relativ dünnes Buch ist, kann man es völlig schmerzfrei lange in den Händen halten und in einem Rutsch lesen.

Autor: Adam Gidwitz verbrachte seine Kindheit in Baltimore, USA. Heute lebt er in Brooklyn, New York, und unterrichtet größere und nicht ganz so große Kinder an der Saint Ann’s Grundschule. Adam schreibt nur über Dinge, die er selbst erlebt hat. All die dunklen und grimmigen Gefahren, in die Hänsel und Gretel geraten, sind auch Adam passiert. Und sie passieren jedem, der einmal ein Kind war.

Cover: Das Cover, bzw. der Schutzumschlag ist unheimlich aufwendig und wunderschön gruselig gestaltet. Vor einem dunkelblauen Hintergrund sieht man zwei Kinder – Hänsel und Gretel, mit blutigem Schwert und goldenem Apfel in den Händen – zwischen knorrigen alten Bäumen stehen. Die Äste der Bäume sehen aus, als wären es Hände, die die Kinder schützen (oder auch nach ihnen greifen), die Stämme haben schaurige Gesichter. Oben auf den Ästen sitzen drei Raben. Rechts von Hänsel und Gretel stehen König und Königin mit grimmigen Gesichtern hinter dem Baum, auf der linken Seite ein böser Drache. Alles ist schwarz und sieht aus wie ein Scherenschnitt, nur die Augen des Königspaares, der Raben und des Drachen leuchten gelb, außerdem sind der Apfel und das Schwert farbig. Der Titel ist auf der oberen Hälfte zwischen den Baumstämmen ins Papier geprägt, die Schriftart ist ebenso schaurig wie der Rest des Covers. Die Buchstaben sind gelb, bis auf das Wortteil „Grimm“, welches sich weiß abhebt.
Ich finde das Cover alleine schon so ansprechend und gelungen, dass mir dieses Buch garantiert im Laden aufgefallen wäre und ich es garantiert in die Hand genommen hätte.

Inhalt: Eigentlich sind in dem Buch einige der bekannten und weniger bekannten Märchen der Gebrüder Grimm erzählt, so zum Beispiel „der treue Johannes“ oder „die sieben Schwalben“, allerdings so umformuliert, dass sich alles um Hänsel und Gretel dreht. Sie sind im gesamten Buch die Hauptcharaktere.

Meinung: Irgendwie fand ich es gut, auf eine seltsame Art und Weise echt gelungen. Die Märchen waren mir vorher nicht alle bekannt und ich muss zugeben, dass ich nicht weiß, wieviel davon noch dem Original entspricht und was der Autor dazu erfunden hat. Aber ich finde überhaupt die Idee, viele Märchen zu einer langen Geschichte zu verknüpfen super. Es ist sehr brutal und blutrünstig – ich glaube so waren die Märchen wirklich und wurden nur für die Kinder verniedlicht – aber auch spannend und hin und wieder mit glücklichen Momenten. Die Aufmachung der Geschichte ist gut,die Kommentare des Autors mitten in einem Kapitel – also einem Märchen – sind witzig und gleichzeitig warnend. So steht öfter dort, dass die Kinder, so denn welche zuhören, nun ins Bett sollten, weil es auf der nächsten Seite nicht mehr jugendfrei ist. Diese Warnung wird dann öfter wiederholt und verschärft und beschert einem wenigstens ein Schmunzeln, wenn nicht sogar ein Lachen ins Gesicht. Selbst das Ende ist irgendwie kein Ende, denn wenn man denkt „gut, Märchen vorbei, alles gut/doof/gelungen/Happy-End/mies/traurig/… legt der Autor doch noch ein Kapitel nach.

Von mir gibt es für dieses Buch vier Sterne. Der fünfte fehlt nur deshalb, weil es halt kein Überflieger ist, sondern einfach ein sehr gutes Buch.

 

Herzlichen Dank an arsEdition und BloggDeinBuch.de für dieses tolle Buch. Bestellen könnt ihr es direkt beim Verlag, einfach hier lang -> Eine dunkle und Grimmige Geschichte

 

Posted in Rezensiert, Seite für Seite | Leave a comment

Rezension: Vor dem Regen kommt der Tod

Vor dem Regen kommt der Tod
Lieneke Dijkzeul

Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv premium)
erschienen am: 1.September 2011
336 Seiten
ISBN: 978-3423248556
14,90€

Plötzlich war er da.
Direkt hinter ihr.
Leise wie eine Katze.

Eine junge Polizistin wird an ihrer Wohnungstür überfallen und brutal niedergestochen. Das nächste Opfer ist eine Studentin. Beide Frauen sind rothaarig. Auch die Galeristin Vivienne hat rote Haare – sie wird von Angst und quälendem Misstrauen erfasst. Hat der Killer sie als nächstes Opfer auserkoren?
Inspecteur Paul Vecter, der die Ermittlungen leitet, spürt, dass ihm nicht viel Zeit bleibt, bis der Mörder wieder zuschlägt …

 
Es ist das schaurige Ende eines schwül-heißen Sommertages: Eine junge Polizistin wird an ihrer Wohnungstür überfallen und brutal niedergestochen. Die Stichwunden auf ihrem Bauch ergeben die römische Ziffer I. Sie überlebt mit knapper Not. Ein paar Tage später findet man eine tote Studentin in einem Keller, ermordet. Ihr wurde eine römische II in die Haut geritzt. Die Frauen scheinen wenig gemeinsam zu haben – doch beide sind rothaarig und das zweite Opfer wurde skalpiert … Inspecteur Paul Vecter ist persönlich von diesem Fall betroffen, denn bei dem ersten Opfer handelt es sich um seine Kollegin Renée, für die er mehr empfindet, als er sich selber eingestehen mag. Bald ahnt er, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleiben wird, bis der Mörder wieder zuschlägt …

Buch: Für ein Taschenbuch ist dieses Buch recht groß und dank des zur Hälfte nach innen gefalteten Covers auch sehr stabil. Zur dtv-Premium-Reihe gehörend ist es somit natürlich auch etwas teurer, als ein normales Taschenbuch.

Cover: Das Cover ist leider sehr wenig ansprechend. Es zeigt den Rücken einer jungen Frau, allerdings ohne Details wie Schulterblätter, so dass man eigentlich nur eine beigefarbene Fläche ansieht. Der Eyecatcher ist der geflochtene, rubinrote Zopf, an dessen Spitzen Blut herunter tropft. Der Titel ist in das Cover geprägt und hebt sich durch seine glänzende Oberfläche ein wenig vom ansonsten matten Cover ab.
Ehrlich gesagt hätte mich dieses Cover im Geschäft nicht angesprochen und ich hätte das Buch vermutlich nicht mal in die Hand genommen.

Inhalt: Die Polizistin Renée wird überfallen und kämpft in ihrer Wohnung mit dem brutalen Mörder um ihr Überleben. Als endlich Nachbarn auf den Lärm aufmerksam werden und nach dem Rechten sehen wollen, stürmt er davon, davon ausgehend, dass sein Opfer tot ist. Jedoch überlebt Renée sehr knapp.
Nach diesem Kapitel spielt sie in der übrigen Geschichte eigentlich nur noch eine untergeordnete Rolle, mehr in den Gedanken von Inspecteur Paul Vecter. Hauptsächlich dreht sich der Thriller fortan um die verheiratete Vivienne, eine Galeristin mit leichter körperlicher Behinderung und zum 50. Geburtstag anstehendem großen Vermögen. Dieser liegt allerdings noch in weiter Ferne, was ihren Mann nicht sonderlich glücklich zu machen scheint.

Meinung: Ich weiß nicht genau, wo ich dieses Buch einordnen soll. Eigentlich ist es ein Thriller, aber bis auf die Beschreibung des versuchten Mordes an Renée und der Beschreibung der Skalpierung des zweiten Opfers, würde ich es viel eher bei den Krimis einordnen. Es ist teilweise langatmig, man weiß schon sehr früh, wer der Täter ist – da hilft es auch nicht, dass er am Anfang geheim ist und man nur seine Gedanken und Gefühle kennt. Das Ende des Buches ist nicht wirklich überraschend, aber dafür wenigstens logisch. Die Geschichte ist sehr realistisch, es könnte jederzeit überall genau so passieren und die beschriebenen Details passen alle sehr gut in das Bild, welches man sich beim Lesen macht.

Ich gebe dem Buch drei Sterne, weil es im Vergleich zu anderen kein echter Thriller ist. Kaufen kann man es sicherlich, wenn man gerne Krimis – auch etwas brutalere – liest.

Ich danke vorablesen.de und dem dtv für die Bereitstellung dieses Buches.

Posted in Rezensiert, Seite für Seite | Leave a comment

Monatsrückblick Oktober

Beendet wurden:

  1. Jennifer Brown – Die Hassliste, 358 Seiten  ✩✩✩✩
  2. Arnold Strobel – Der Trakt, 359 Seiten  ✩✩✩✩✩
  3. Adam Gidwitz –  Eine dunkle und Grimmige Geschichte, 246 Seiten ✩✩✩
  4. Joy Fielding – Herzstoß, 281 Seiten ✩✩✩✩

Angefangen wurde:

  1. Justin Cronin – Der Übergang, Seite 1 bis 465
  2. Bernd Samland – Übersetzt Du noch, oder verstehst Du schon, Seite 1-58
  3. Tania Carver – Entrissen, Seite 1 – 32
  4. Michael Robotham – Dein Wille geschehe, Seite 1 bis 21
  5. Dieter Nuhr – Der ultimative Ratgeber für alles, Seite 1 bis 45
  6. Ben Donald – Deutschland für Beginners, Seite 1 bis 32
  7. Robert Glinksi – Angeklagt, Seite 1 bis 162

Meine absoluten Monatshighlights waren:

 Der Trakt von Arno Strobel

Gelesene Seiten:

Oktober:  2059 Seiten
Gesamt 2011: 17975 Seiten

 

Diesen Monat habe ich wohl die meisten angefangenen Bücher überhaupt. Ich bin mir auch ganz und gar nicht sicher, ob ich die alle im November zu Ende lesen werde, da sie mich teilweise doch langweilen oder wie zum Beispiel „Der Übergang“ mit über 900 Seiten einfach unglaublich lang sind.

Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über zwei Rezensionsexemplare. Zum Einen ist das die dunkle und grimmige Geschichte, die ich bei BloggDeinBuch bekommen habe – an dieser Stelle schon einmal vielen Dank auch an arsEdition – und noch viel mehr über den Titel angeklagt, den mir der Ullstein-Verlag geschickt hat, da ich schon vor einiger Zeit „Der Vollstrecker“ rezensiert habe. Das war eine echt große Überraschung und selbstverständlich werde ich auch dieses Buch rezensieren.

Und damit steht auch schon fest, dass ich mal wieder im Rezensions-Rückstand bin. Lieneke Dijkzeuls „Vor dem Regen kommt der Tod“ wartet noch immer darauf, genau so wie nun die eben erwähnte dunkle und grimmige Geschichte. Aber das wird im November nachgeholt. Versprochen. :)

Außerdem habe ich ganz dreist den Ravensburger-Verlag angeschrieben, ob man meinem Sohn und mir Kinderbücher zur Verfügung stellen würde, aber leider bisher noch keine Antwort erhalten. Aber aus der Erfahrung heraus dauert das leider immer ein wenig. Trotzdem hoffe ich natürlich bald etwas zu hören. 

Posted in Seite für Seite | Leave a comment

Rezensionsexemplare!?

Nun ist bereits das vierte Buch auf dem Weg zu mir. :) Bei BloggDeinBuch.de hatte ich Glück und der Verlag arsedition hat mich als eine von 10 Leser/-innen ausgewählt um „Eine dunkle&grimmige Geschichte“ zu rezensieren. Ich hatte mich erst ganz kurz vor dem Bewerbungsschluss dazu entschieden, umso überraschter bin ich, dass es geklappt hat. :)

Allerdings ist mir dabei aufgefallen, dass ich zu gerne auch mal ein Buch mit meinem Sohn zusammen bewerten würde. Er ist 4 Jahre alt und mindestens so Bücherverrückt wie ich, wenn man davon absieht, dass er das Lesen erst noch lernen wird. Aber jeden Tag muss ihm jemand mindestens eine Geschichte vorlesen und er kann dann überhaupt nicht genug davon bekommen.

Vielleicht sollte ich einfach mal ein paar Kinderbuchverlage anschreiben. Hat das schon mal jemand von Euch gemacht?

Posted in Seite für Seite | 3 Comments

Neuzugänge

Mein SuB ist inzwischen (dank der Challenge) so „klein“ geworden, dass ich mich heute wieder über ein paar Neuzugänge freuen darf. :)

Aus einem Bücherwichtel-Paket habe ich folgende Titel genommen:

John Grisham – Der Partner

Barbara Delinsky – Niemals werde ich Dich vergessen

Fran Ray – Die Saat

Tess Gerritsen – Roter Engel

Waris Dirie – Wüstenblume

Evelyn Sanders – Pellkartoffeln und Popcorn

 

Und bei Weltbild habe ich heute Mittag zwei Bücher gefunden, eines davon sogar von  meiner Wunschliste.

Tania Carver – Entrissen
(Thriller, Ullstein Verlag, Juli 2011, 490 Seiten, ISBN 978-3-548-28325-8)

Detective Inspector Phil Brennan steht vor einem Rätsel, als die dritte Frauenleiche in dem beschaulichen Ort Colchester bei Essex aufgefunden wird. Erneut wurde eine schwangere Frau auf brutale Weise ermordet. Von dem ungeborenen Kind fehlt jede Spur. Erst die Psychologin Marina Esposito scheint ein Licht in den Fall zu bringen. Laut ihrem Täterprofil könnte der Mörder eine Frau sein – eine Frau mit verzweifeltem Kinderwunsch. Der Gerichtsmediziner bestätigt: Das Baby ist möglicherweise noch am Leben. Eine verzweifelte Jagd nach Täter und Kind beginnt. Doch was keiner ahnt: der Mörder arbeitet eine Liste ab, und Marinas Name steht als nächster darauf – denn auch sie ist schwanger.

Arno Strobel – Der Trakt
(Psychothriller, Fischer Taschenbuchverlag, 2010, 338 Seiten, ISBN 978-3-596-18631-0)

„Also gut, mir fehlen die letzten beiden Monate meines Lebens. Ich war im Keller eines Krankenhauses eingeschlossen und habe dort einen Arzt niedergeschlagen. Ich bin halbnackt durch die Straßen von Regensburg gelaufen und habe mich von einer netten, aber verrückten älteren Dame nach Hause bringen lassen, um hier von meinem Mann zu erfahren, dass er nicht mein Mann ist und ich gar nicht ich bin. Ich kann ihn überzeugen, mich zumindest anzuhören, um dann in meinem Schlafzimmer ein Bild zu finden, das meinen Mann bei unserer Hochzeitsreise zeigt,. Mit einer anderen Frau an der Stelle, an der ich gestanden habe. Was um alles in der Welt ist passiert?“
Der Weg durch den nächtlichen Park, der Überfall – all das weiß sie nich, als sie aus dem Koma erwacht. Ihre Erinnerung ist völlig klar: Sie heißt Sibylle Aurich, ist 34 Jahre alt, lebt mit Mann und Kind in Regensburg. Sie scheint fast unversehrt, Und doch beginnt mit ihrem Erwachen eine albtraumhafte Suche nach sich selbst … Zwar hat Sibylle ihr Gedächtnis behalten, die Welt aber hat offenbar die Erinnerung an Sibylle verloren: Ihr Mann kennt sie nicht, und niemand hat je von ihrem Sohn Lukas gehört! Wurde er entführt? Hat er nie existiert? Und wem kann sie überhaupt noch trauen?

 

Posted in Seite für Seite | 1 Comment

Monatsrückblick September

Beendet wurden: 

  1. Charlotte Link – Die letzte Spur, Seite 77 bis 637 (561 Seiten) ✩✩✩ 
  2. Lieneke Dijkzeul – Vor dem Regen kommt der Tod, 336 Seiten ✩✩✩
  3. Barbara Pachl-Eberhardt – Vier minus Drei, 325 Seiten ✩✩✩✩
  4. Thomas Hillenbrand – Schräge Schilder, 160 Seiten ✩✩
  5. Charlotte Roche – Feuchtgebiete, 220 Seiten
  6. Lisa Scott – Fatal, 341 Seiten ✩✩✩✩✩
  7. Brian Keene – Die Verschollenen, 231 Seiten ✩✩✩✩
  8. Morten Rhue – Die Welle, 140 Seiten ✩✩✩✩✩
  9. Brian Keene – Am Ende der Straße, 225 Seiten ✩✩✩

Angefangen wurde:

Meine absoluten Monatshighlights waren:

Morten Rhue – Die Welle
Lisa Scott – Fatal


Gelesene Seiten:

September:  2539 Seiten
Gesamt 2011: 15916 Seiten

Die Leselust hat ein wenig nachgelassen, noch viel mehr aber die Lust Rezensionen zu schreiben. Die Sommer-SuB-Abbau-Challenge habe ich nur mit Ach und Krach geschafft und trotzdem sind noch Rezensionen offen. Ich muss noch eine ausführliche Rezension über das Vorablesen.de-Buch schreiben und habe überhaupt keine Lust. Ich denke im Oktober werde ich einfach mal nur lesen, nichts schreiben, das artet viel zu sehr in Zwang aus.
Dafür habe ich eine neue Vorliebe entdeckt: E-Books. Vor kurzem habe ich sie noch schwer verteufelt und gedacht ich werde nie die Vorzüge entdecken, aber jetzt merke ich, dass es doch ganz praktisch ist, einfach in der „Onleihe“ meiner Stadtbibliothek zu stöbern und einen Titel, der mir gefällt direkt herunter zu laden und sofort anfangen können zu lesen.

Ich glaube bei Gelegenheit werde ich mal einen eigenen Artikel darüber verfassen. :) Immerhin sind es, dank der E-Books, nicht mal mehr 5000 Seiten bis zu meinem Ziel. :)

Posted in Seite für Seite | 2 Comments

Kurz-Rezension: Die letzte Spur

Und ebenfalls in Kurzversion und leider völlig unformatiert (das wird noch geändert!) gibt es noch die Rezension zum Roman „Die letzte Spur“ von Charlotte Link.

Das Buch:
Elaine Dawson ist vom Pech verfolgt. Als sie nach Gibraltar zur Hochzeit einer Freundin reisen will, werden sämtliche Flüge in Heathrow wegen Nebels gestrichen. Anstatt in der Abflughalle zu warten, nimmt sie das Angebot eines Fremden an, in seiner Wohnung zu übernachten – und wird von diesem Moment an nie wieder gesehen. Fünf Jahre später rollt die Journalistin Rosanna Hamilton den Fall neu auf. Plötzlich gibt es Hinweise, dass Elaine noch lebt. Doch als Rosanna diesen Spuren folgt, ahnt sie nicht, dass sie selbst bald in Lebensgefahr schweben wird …

Meine Meinung:
Kurz und knapp: Es war okay.
Ein ziemlich langes Buch mit über 600 Seiten, in denen eine ziemlich verworrene und verwobene Geschichte erzählt wird. Was am Anfang wie ein ganz einfacher Vermisstenfall aussieht wird immer komplizierter und verstrickter, je mehr Rosanna Hamilton über ihre alte „Freundin“ und deren seltsames Verschwinden heraus finden möchte. Sie selber gerät immer Tiefer in die Geschichte und ist plötzlich selbst ein Teil davon. Ihr Leben scheint in Gefahr zu sein, als sie endlich die Hintergründe von Elaines Verschwinden aufgedeckt und den „Fall“ gelöst hat.

Der Roman ist mäßig spannend, teilweise sehr langgezogen und man hat das Gefühl, dass es nicht voran geht. Das Ende ist relativ überraschend, zumindest hätte ich eine andere Auflösung erwartet. Aber es war trotzdem okay und wer auf Krimis steht, die recht ruhig verlaufen, ist dieses Buch sicherlich empfehlenswert. :)

Posted in Rezensiert, Seite für Seite | 1 Comment