Category Archives: Schule, Schule

Endspurt

So langsam sehe ich wieder Licht und kann in (verdammt) groben Zügen fest stellen, dass man sogar Freizeit haben kann. Das Semesterende naht in unaufhaltsamen Tempo, es ist noch immer so viel zu tun, dass man das Gefühl hat noch zwei weitere Wochen zu brauchen um alles zu schaffen. Jetzt geht es nochmal richtig in den Endspurt und dann sind endlich FERIEN!!!!!

Am Freitag steht schon die erste Klausur auf dem Plan und bis dahin muss ich immer noch jede Menge lernen, alle Kapitel nochmal lesen und verinnerlichen (sind ja nur 240 Seiten…) und hoffen, dass es dann für eine gute Note reicht. Das Thema liegt mir eigentlich, es interessiert mich auch sehr und ich bin froh, dass ich das Fach überhaupt wählen konnte, aber gerade jetzt ist für andere Fächer noch so viel zu erledigen, dass ich kaum Zeit zum Lernen finde.
Morgen ist mein „freier“ Tag, was so viel heißt wie „ich konzentriere mich Morgen ausschließlich auf Kunststoffe“. Das bedeutet aber auch gleichzeitig, dass ich zwingend HEUTE noch ein Protokoll für ein anderes Fach fertig stellen muss, welches am Freitag im Postkasten des Profs liegen soll. Wenn diese Woche rum ist kann ich das „Plastikzeug“ abhaken, das verfahrenstechnische Praktikum erst mal auf Seite schieben und mich auf die anderen beiden Klausuren vorbereiten. Und parallel dazu noch das Projekt im erstgenannten Fach beenden und den Vortrag vorbereiten. Zum Glück ist das eine Gruppenarbeit, aber den Zeitaufwand verbessert das nicht wirklich.

Nur noch 13 Tage!
Dann ist es geschafft und ich kann mich (für ein paar Tage) entspannt zurück lehnen.
:D

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Tief überwunden

Ich würde sagen, dass es mir langsam wieder etwas besser geht. Das Tief von letzter Woche ist nicht mehr ganz so dramatisch riesig, die Arbeit an der FH läuft wieder rund und es geht langsam aber sicher wirklich aufs Ende des Semesters zu.

Ein bisschen wehmütig macht mich das schon, denn dieses Semester besuche ich sozusagen die letzten Vorlesungen, mache die letzten Projektarbeiten, die letzten Praktika. Alles was mir danach noch fehlt ist ein einziges Wahlpflichtfach und ein Stapel Klausuren. Das heißt, dass ich vermutlich im Juli das letzte Mal meine Kommilitonen sehe, wenn man von den Klausuren absieht. Das letzte Mal mit ihnen zusammen arbeite. Ich glaube ich will gar nicht mit dem Studium fertig werden, denn obwohl es im Moment schwer anstrengend ist, macht es richtig viel Spaß.
Auf der Arbeit geht es auch sehr gut voran, das Mini-Projekt ist quasi fertig vorbereitet und es fehlt, wenn wir das Okay vom „Auftraggeber“ bekommen, nur noch die finale Umsetzung.

Ich glaube im Juli, wenn alles erst Mal vorbei ist, falle ich in ein Loch, weil ich dann plötzlich (vorübergehend) nichts mehr zu tun habe. Urlaub fällt dieses Jahr leider aus – wegen „Isnich“ … Die Zeit nach den Klausuren werde ich dann mal nutzen, um so riiiiiiiichtig auszuspannen.

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Logik? Wo bist Du??

Wo es gerade um Noten im Studium ging: mir ist vor kurzem etwas richtig dämliches aufgefallen, die Logik dahinter will sich mir einfach nicht erschließen…

Besteht man eine Klausur nicht, bekommt also eine 5,0, zählt diese Note bei uns nicht zum Gesamtnotendurchschnitt, sondern nur die des bestandenen Versuchs. Besteht man mit 4,0, was den Schnitt ordentlich versaut, hat man aber auch keinerlei Möglichkeit die Klausur zu wiederholen um die Note zu verbessern. Es ist also tatsächlich sinnvoll, wenn man während der Klausur merkt, dass es nur so gerade reicht, ein paar Fehler einzubauen um durchzufallen und beim nächsten Versuch (hoffentlich) eine bessere Note zu bekommen.

Ganz ehrlich, mir fallen mindestens drei Klausuren ein, bei denen ich eine 4 kassiert habe, die ich dann tatsächlich lieber nochmal geschrieben hätte, bzw. bei denen ich mir einfach mehr Zeit fürs Lernen genommen hätte. Irgendwo fehlt mir da ein wenig die Gerechtigkeit und Logik… Und ich weiß, dass es an anderen Hochschulen durchaus üblich ist seine Note nochmal verbessern zu dürfen.

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(Arbeits-) Zeit ist Geld

Bis Ende November hatte ich einen Studentenjob bei einem recht großen (internationalen) Unternehmen. Der Job hat nicht unbedingt viel mit meinem Studium zu tun und es ist auch nicht gerade ein Traumjob, aber die Arbeitszeiten sind für mich perfekt, da völlig flexibel, ich muss mich nicht überarbeiten, langweile mich aber auch nicht und die Bezahlung ist ein Traum. Nun musste ich im Dezember pausieren, aus internen statistischen Gründen konnte oder durfte mein Vertrag nicht direkt im Dezember weiter gehen, sollte aber zum 1.1. verlängert werden.

Anfang November hatte ich bereits alles in die Wege geleitet. Die Personalabteilung informiert, meine Vorgesetzten angesprochen, dass sie ihrerseits die Informationen weiter geben, usw. Es hätte auch alles funktioniert, da auch der Vorgesetzte meines Vorgesetzten sein Okay sehr schnell gab. Da im November aber nichts mehr entschieden werden konnte habe ich im Dezember mehrmals nach gehakt, meine Mails wurden alle ignoriert. Der Dezember ging, der Januar kam, aber kein Vertrag.

Gestern habe ich mir dann gedacht, dass ich mich vorsichtshalber nochmal bei meiner alten Firma melde, ob sie nicht eine Stelle frei haben, habe aber parallel nochmal die Personalabteilung und meinen Kollegen angeschrieben, weil ich schließlich mein Studium finanzieren muss. Und siehe da: Es gab tatsächlich eine Antwort! Mein Kollege war erschrocken, dass die Personalabteilung sich überhaupt nicht gemeldet hat und die hat mir dann gestern endlich (!!!!) mitgeteilt, dass ich einen Vertrag zum 1.2. bekommen soll. Kaum zu glauben…

Nun weiß ich immerhin von meinem Kollegen, dass meine Stelle nur bis Juni erhalten bleibt und ich mir für Juli einen neuen Job besorgen muss. Darum kann ich mich dann immerhin wirklich zeitnah kümmern, damit ich nicht wieder zwei Monate ohne Geld da stehe.

Vielleicht könnt ihr mir die Daumen drücken, dass es mit einem (gut bezahlten) Job in meiner alten Firma klappt? Das Unternehmen, für das ich ab Februar wieder tätig bin ist toll, es ist groß, es tut unheimlich viel für die Mitarbeiter, viele Sozialleistungen, Angebote für Familien (wie z.B. eine Weihnachtsfeier für die Kinder der Mitarbeiter), es gibt Netzwerke für neue Mitarbeiter, … Eigentlich wirklich ein toller Arbeitgeber mir relativ krisensicheren Jobs. Aber er hat zwei große Mankos: Die Mühlen dort mahlen sehr langsam. Das habe ich nun schon drei Mal selber erlebt. Und es ist schwer überhaupt eine Stelle zu bekommen, da man nicht einfach eine Bewerbung schreiben und ein Vorstellungsgespräch führen kann, sondern ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren durchlaufen muss und in Konkurrenz zu vielen anderen Bewerbern steht. Da hilft es auch nicht, wenn man schon einen Studentenjob dort hat.
Bei meiner alten Firma läuft das noch anders, sie ist nicht ganz so groß (und scheinbar nicht ganz so wichtig) und es ist einfacher eine Stelle zu bekommen. Vielleicht weil niemand in diese Branche möchte und tatsächlich mehr Stellen als (geeignete) Bewerber frei zu sein scheinen. ICH möchte gerne wieder in diese Branche und werde auch mein Studium in diese Richtung vertiefen.

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Merke: Die meisten Probleme lösen sich von selbst…

….entweder in Luft oder Wohlgefallen auf.

Das Semester ist gerade mal zwei Wochen jung und es geht nicht nur drunter und drüber. Nein, es ist ein heilloses Durcheinander von Vorlesungen, Praktika, möglichen und unmöglichen Vorbereitungen, usw.

Wie soll ich mich auf ein anstehendes Praktikum vorbereiten, wenn ich nicht weiß welches ich mache. Wie soll ich mich ordentlich vorbereiten, wenn ich zwei Tage vorher, nein, tschuldigung, anderthalb Tage vorher erfahre, welchen Versuch ich machen darf. Wie soll ich motiviert an die Sache heran gehen, wenn meine Praktikumspartnerin leider nur einen Teil macht, weil sie selber während des anderen Teils ein anderes Praktikum hat und ich dann mit zwei absoluten *** zusammen eine Gruppe bilden soll, von denen ich weiß, dass sie nichts können? Und dann noch mit denen zusammen ein Protokoll schreiben, welches zu 25% in die Klausurnote einfließt? Na danke auch!
Ich habe mir das gesamte Wochenende und die letzte Woche den Kopf zermartert, wie ich aus der Sache raus komme. Ich sah schon ein „nicht bestanden“ auf mich zu schwimmen. Habe hin und her überlegt, wie ich es anstelle die Gruppe zu wechseln.

Gott sei Dank hat sich dieses Problem tatsächlich heute Mittag in Luft aufgelöst. Es gibt tatsächlich eine weitere Gruppe die nur aus zwei Leuten besteht (es sind normalerweise immer 2 2er-Gruppen, bis auf diesen einen Fall), von denen auch noch eine Person heute nicht anwesend war. Also habe ich jetzt einfach mal spontan für den Teil des Praktikums, den meine Kommilitonin nicht machen kann, die Gruppe gewechselt, muss mir keine Sorgen um die Termine machen, mein Protokoll ist gerettet und meine Note auch.
Und ganz nebenbei hab ich mich dann noch spontan innerhalb von ner halben Stunde auf den anderen Versuch vorbereitet. Vorbildung sei Dank hat auch das funktioniert. :)

Das Mathe-Problemchen besteht aber weiterhin im Hintergrund, aber ich denke echt, ich lasse es im Sande verlaufen. Mal sehen ob die nächsten vier Wochen noch was passiert, bzw. wenn die anderen Klausurnoten aushängen.

Achja, und dann wäre da noch der Prof, der nicht nur ein Problem mit Frauen hat, was schon schlimm genug wäre, sondern ein spezielles Problem mit einer Frau, die trotz Kind studiert und scheinbar auch noch mit Erfolg. Die „netten“ Kommentare kann ich schon bald nicht mehr zählen, aber er hat sich doch tatsächlich zu einem Lob herabgelassen. Er hat meine Klausur zum Teil korrigiert, sie sogar extra rausgesucht „weil Frauen sauberer schreiben“ und war begeistert. Die ersten zwei Aufgaben sind komplett richtig und dienen dieses Mal als Musterlösung. Vielen Dank, ich fühle mich geehrt. Naja, ein bisschen vielleicht. Zumindest sind die Chancen diese Klausur bestanden zu haben ins Unermessliche gestiegen. Ich muss bei den letzten drei Aufgaben schon riesigen Mist gemacht haben, um durchzufallen. Ein paar Daumen wären trotzdem ganz nett.

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Endlose Matheschleife

Das altbekannte Matheproblem geht weiterhin seinen Lauf. Und es wird langsam echt haarsträubend!

Ich hatte länger nichts mehr gehört und mich ehrlich gesagt auch nicht mehr darum gekümmert. Zwar wurde ich in der Zwischenzeit vom Prüfungsausschussvorsitzenden angesprochen ob des Problems und habe hin und wieder mal meinen Kopf durch Fachschaftstür gesteckt, aber das war es auch schon. Kein großartiges Nachhaken, keine Fragen, kein Drängeln. Nichts dergleichen.

Letzte Woche wurde ich dann überraschenderweise angesprochen. Nichtmal von jemandem der direkt mit der ganzen Sache zu tun hätte, sondern mit einer Lehrperson, die scheinbar in der Sitzung mit anwesend war. Ich musste mir anhören, dass ich seine Existenz fast zerstört hätte, dass er wegen mir fast seinen Job verloren hätte, dass er zu Ärzten musste, die prüfen, ob er noch lehrfähig ist. Nur durch die Güte und durch das Engagement der Lehrperson fällt das nicht alles auf mich zurück und klebt an mir wie eine Marke. „Die, die den Prof den Job gekostet hat“. Aber ich wurde mit Nachdruck darum gebeten mich in Zukunft zurück zu halten. Soll beim nächsten Mal darüber nachdenken, ob das denn wirklich so schlimm wäre, dass so etwas passiert und in die Wege geleitet wird.

Diese Lehrperson hat wirklich so lange auf mich eingeredet bis ich heulend im Büro saß und meine Erklärungen am Ende waren. Die Tatsache, dass ich mich nur über die blöde Klausuraufgabe beschwert habe und nie auch nur ein Wort über die Vorlesungen verloren habe, habe ich leider nicht wirklich erwähnt. Nur ein Gestammel, dass es mir leid tut für den Prof und dass ich das sicher nicht wollte.

Aber im Endeffekt wird es Zeit, dass gehandelt wird von Seiten der Schule. Heute war die erste Mathestunde fürs erste Semester. Der arme Mann musste in einem Raum ohne Mikrofon vor 90 Leuten seine Vorlesung halten. Als ihm ein Mikrofon gebracht wurde war er nicht mehr da. Er hatte zu dem Zeitpunkt schon die Studenten entlassen und die Vorlesung vorzeitig beendet. Das kann doch auch für ihn nicht gut sein…

Naja, ein Gespräch mit der Fachschaft heute ergab jedenfalls, dass ich mir keine Sorgen machen solle, dass das sicher nicht wegen mir ist. Ich wünsche dem Prof ganz ehrlich einen geruhsamen Lebensabend, den er zu Hause genießen kann. Dass er sich nicht mehr mit Studenten rumschlagen muss, Vorlesungen nach Plan halten muss, dass er seinen Tag nach seinem Sinn gestalten kann und sich nicht nach der Schule richten muss.

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Liegt er brach?

Der Blog? Nunja… Er sollte es nicht, aber meine Zeit ist momentan so knapp gesät, dass ich kaum zum Schreiben komme.

Seit meinem letzten Eintrag habe ich vier Klausuren geschrieben und dementsprechend viel gelernt. Vor einer Woche ging das Semester wieder richtig los, die Vorlesungen sind in vollem Gange. Erstes Resumee dieser Woche: Es wird interessanter. Die langweiligen Grundlagenfächer, bei denen man sich andauernd fragt, wofür man den Mist braucht, werden abgelöst von wirklich sinnvoller Materie, Fächern bzw. Stoff, den man wirklich mal im Berufsleben brauchen kann. Der Stress mit den Praktika geht wieder los. „Bin ich in Gruppe A? Muss ich diese Woche schon dahin? Welches Praktikum habe ich überhaupt diese Woche? Bin ich hier überhaupt noch richtig?“ sind nur einige wenige der Fantastillionen Fragen die einem in den ersten Wochen eines Semesters durch den Kopf schießen. Die meisten beantworten sich glücklicherweise recht schnell selbst, für den Rest findet man eigentlich auch immer jemanden.

Für dieses Semester habe ich mir fest vorgenommen mehr zu tun, alles etwas besser zu organisieren. Meine Noten lassen sich zwar sehen, aber es ist einfach nur stressig, wenn man den kompletten Stoff eines Semesters innerhalb von vier Tagen lernen will. MIT KIND!
Egal, es hat trotzdem zur Jahrgangsbesten gereicht. Und ich bin verdammt stolz drauf. Aber auch schon fast enttäuscht, dass meine weiteren Noten dem wohl nicht mehr so entsprechen. Wahrscheinlich bilde ich mir letzteres aber auch nur ein. Es ist halt kein leichter Studiengang, sondern ein recht anspruchsvoller. Oder wie will man sonst erklären, dass die Jahrgangsbeste nur einen Schnitt von 2,3 bieten kann?

Ganz nebenbei ist unser Spross inzwischen 18 Monate alt. Anderthalb Jahre. Anders ausgedrückt: Halbzeit auf dem Weg zum zweiten Geburtstag! *seufz* Er wird groß. War ich nicht gestern erst schwanger? Und war da nicht gestern erst ein kleines, hilfloses Würmchen in unserem Arm, der nichts konnte außer gucken, trinken und schreien? Nun rennt das Würmchen schon durch die Bude und hat unheimlich viel Unsinn im Kopf. Viel zu viel für viel zu wenig Kopf, wenn ihr mich fragt. Ganz die Mama eben. Oder auch ganz der Papa. :D

So, nun reicht es als kurzer *hüstel* Überblick auch mal wieder. Es ist spät, Morgen früh wird mich der Wecker erbarmungslos um halb acht aus dem Bett werfen. (JA ich weiß, Studenten haben es verdammt gut!) Wenn mein persönlicher Wecker das nicht schon früher macht. Und Morgen wird ein verdammt langer Tag. Von viertel vor zehn bis viertel nach sieben abends. (Na, haben Studenten es wirklich so gut?)

Und ich gelobe mal wieder Besserung und häufigeres Melden. In diesem Sinne: Eine gute Nacht!

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Das Mathe-Problemchen

Es geht seinen Lauf. ;)

Ich war Ende August in der Klausureinsicht in Mathe. Ich hätte es mir schenken können… Ganz ehrlich, sowas wie da ist mir noch NIE passiert!

Ich habe versucht ganz sachlich zu erklären, dass der werte Herr Professor in einer Klausur des ersten Semesters nicht einfach Stoff des zweiten Semester dran nehmen darf. Ich habe versucht ihm freundlich zu erklären, dass wir den Stoff nie in Mathe I gemacht haben sondern nur in Mathe II. Ich habe versucht zu erläutern, dass auch andere Professoren nicht einfach Themen höherer Semester in ihre Klausuren packen dürfen wie sie lustig sind. Ich war wirklich ruhig und sachlich, ich habe auch mehrfach betont, dass es mir nicht um meine Note geht, denn die war ich selber schuld, sondern nur ums Prinzip.

Aber es war alles zwecklos. Angeblich haben wir den Stoff in Mahte I gemacht, aber selbst wenn wir das nicht gemacht haben müsste ich den Stoff können, da wir ihn ja ihn Mahte II durchgenommen haben. Und außerdem sein es Abiturwissen. Also jegliches Diskutieren zwecklos. Auch dass Mahte I Analysis heißt und Mathe II eben Integralrechnung (und lineare Algebra) interessiert den werten Herrn nicht. Für ihn sei das Mahte I und II und basta! Und er würde bestimmen, was in welche Klausur kommt. Außerdem hat er das ja alles in der Vorlesung gemacht, denn er war ja soooo schnell, dass er das erste Thema nach maximal (!) zwei Doppelstunden schon durch hatte. Dass er dafür nicht 4 Stunden sondern 8 Wochen gebraucht hat, wollte er absolut nicht glauben. Auch seien meine Unterlagen kein Beweis, die könnten ja gefälscht sein. Und mir weitere Kommilitonen als Zeugen zu holen ebenfalls ohne Sinn, da wir in der Vorlesung nur zu dritt oder viert waren und ihm das nicht reicht!

Irgendwann, nachdem ich mein gesamtes Schimpfwörterrepertoire runtergeschluckt habe und mehrmals tief ein- und ausgeatmet, habe ich dem werten Herrn dann mal gesagt, wie dankbar ich bin, mit Mathe nie wieder was in der Form zu tun zu haben. Außerdem der Satz: „Herr **, nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich finde das, gelinde gesagt, absolute Scheiße!“ Freundlicher gings echt nicht mehr. :D

Ich habe mich natürlich an die Fachschaft gewandt, denn das lasse ich so sicherlich nicht auf mir sitzen. Diese Sturheit war schon unverschämt, dieses Ausnutzen der eigenen Position. Nur weil er Professor ist und ich Student soll er mal nicht meinen, dass er machen kann was er möchte, ohne sich an Regeln und Vorgaben zu halten.

Die Fachschaft hat das Anliegen an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses weiter geleitet, welcher sich an den Professor gewandt hat. Außerdem wurde der Institutsleiter darüber in Kenntnis gesetzt. Beide, also der Institutsleiter und der Prüfungsausschussvorsitzende sind der Meinung, dass der werte Herr Professor die umstrittene Aufgabe aus der Klausur streichen muss, weil er sich an den Lehrplan halten muss und nicht einfach Stoff von folgenden Semestern in die Klausur packen darf.

Bis das passiert wird noch etwas Zeit ins Land gehen, da eine Sitzung einberufen wird um das zu besprechen, allerdings erst nach den Ferien. Aber egal, ich hab ja Zeit, ich bin ja noch ein paar Semester an dieser Schule. Und außerdem geht es mir tatsächlich weniger um meine eigene Note als um kommende Semester, die sich auch wieder mit diesem Professor rumschlagen müssen.

Um dem ganzen eine Krone aufzusetzen hatte der werte Herr Prof. letzte Woche sehr kurzfristig eine Übung abgehalten, für die, die jetzt erst die Mathe-Klausur schreiben. Wirklich sehr fair, dass die jetzt genau wissen, was in die Klausur kommt, während wir uns überraschen lassen durften.

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Rückblick

Entschuldigt, dass ich seit 8 Tagen nichts mehr von mir habe hören lassen. Zumindest nicht an dieser Stelle. Dabei gab es so viel zu erzählen.

Donnerstag, 21.8.2008: Ich habe die erste Note, endlich! Es ist eine 2,0 in anorganischer Chemie. Dafür, dass die Vorlesungen im Wintersemester 2006/2007 waren und ich im Anschluss daran erst mal ein Jahr in Elternzeit und somit nichts mehr mit dem Thema zu tun hatte und mir schlussendlich alles innerhalb weniger Wochen nochmal erarbeitet habe, kann sich die Note echt sehen lassen.

Freitag, 22.08.2008: Es geht Schlag auf Schlag. Note 2 ist da. Organische Chemie. 1,0!!! :D
Ich kann es immer noch nicht so recht glauben, dass ich eine 1,0 geschafft habe. Trotz Kind, trotz der Doppelbelastung, trotz des ganzen Stresses, trotz der Tatsache, dass ich während der Vorlesungen manchmal Probleme hatte den Stoff zu verstehen, habe ich 95 von 100 Punkten geschafft. Darauf kann ich wohl noch einiges mehr stolz sein, als auf die Anorganik-Note.

Dienstag, 26.08.2008: Und der klägliche Rest. Meine Mathenoten… Ich traue mich fast nicht, sie zu erwähnen, aber um mein Streber-Image wieder ein wenig auszugleichen mach ich es dann doch. In Mathe I hat es leider nur zu einer 4,0 und damit zu einem „so gerade eben bestanden“ gereicht. Verstehen kann ich es nicht, ich hatte doch ein weitaus besseres Gefühl. In Mathe II immerhin eine 3,0, mit der ich doch sehr zufrieden bin und die mein Können meiner Meinung tatsächlich sehr gut widerspiegelt. Ich bin keine Mathe-Leuchte, aber auch nicht so schlecht, als dass ich eine 4 schreiben würde. Erst Recht nicht in Mathe I, wo ich mir doch relativ sicher war…
Mal sehen, was die Klausureinsicht am Montag zeigt. Ich habe das dumme Gefühl, dass der Professor, nachdem er ja mit den Korrekturen so geschludert hatte, tatsächlich nur nach dem Endergebnis geguckt hat und danach entweder die volle oder gar keine Punkzahl vergeben hat. Und das, obwohl er uns mehrfach versicherte, dass er das nicht macht, sondern dass er zumindest soweit Punkte vergibt, bis der erste Fehler auftaucht. Und danach dürfte ich keine 4 haben…

Donnerstag, 28.08.2008: Der Tag verdient einen extra Eintrag ;)

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Aufreger des Tages…

Oh Mann, der gestrige Tag hat meinen guten Glauben an die Menschheit fast schon zerstört.

Wie meine treuen Leser wissen habe ich in der ersten Juli-Hälfte zwei Matheklausuren geschrieben. Ebenfalls bekannt dürfte sein, dass der Professor leider krank ist und halt dadurch ein wenig eingeschränkt. Das an sich ist auch überhaupt kein Problem, aber warum hält er noch Vorlesungen und warum stellt er noch Klausuren? Er schafft es gesundheitlich einfach nicht mehr!

Anlass für den Aufreger des Tages ist Folgendes: Ich habe letzte Woche bei der Dame des Sekretariats angefragt, ob der werte Herr Professor sich mal gemeldet hätte, da noch keine Klausurnoten vorliegen, wir uns aber ab dem 25.8. wieder für die Klausur anmelden müssen, wenn wir durchgefallen sind. Sie bat mich, ihm eine E-Mail (mit Lesebestätigung) zu schreiben und mich wieder zu melden, wenn er diese Woche noch nicht darauf reagiert hätte. Gesagt getan! Diese Woche ist angebrochen, der Herr Professor hat die Mail noch nichtmal gelesen. Also bin ich, wie gewünscht, wieder zur Sekretariatsdame gestiefelt um meinen Unmut kund zu tun. (Im Übrigen ist die Dame wirklich unheimlich nett und sorgt sich darum, dass Studenten nicht durch das Verhalten der Profs benachteiligt werden)

Sie hat den werten Herrn Professor angerufen und mal nachgefragt. Und nun der Hammer!!!
Er hat scheinbar nichtmal mit der Korrektur angefangen, schafft es gesundheitlich nicht, nach einer Stunde kann er nicht mehr und er konnte nicht versprechen, dass er es bis nächste Woche schafft!

Ich habe absolutes Verständnis für seine Situation, ich mag den Mann, wirklich. Er ist ein netter Professor der mir auch unheimlich leid tut. Aber es kann doch bitte nicht sein, dass ICH deswegen benachteiligt bin und mich unter Umständen nicht zur Klausur anmelden kann. Warum lässt er sich nicht helfen? Er hat zugesagt, die Klausuren bis Dienstag nächste Woche zu korrigieren. Ich bin gespannt und glaube es erst, wenn ich es sehe…

Mannomann, bin ich froh, dass Mathe für mich (sehr wahrscheinlich) abgehakt ist und ich mir darum dann (hoffentlich) keinen Kopf mehr machen muss.

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