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Rezension: Der Silo

Das Buch: „Drei Jahre nach dem mysteriösen Tod seiner Frau Allison setzt Sheriff Holston seiner Aufgabe ein Ende und entschließt sich, die strengste Regel zu brechen: Er will das Silo verlassen. Doch die Erdoberfläche ist hoch toxisch, ihr Betreten bedeutet den sicheren Tod. Holston nimmt das in Kauf, um endlich mit eigenen Augen zu sehen, was sich hinter der großen Luke befindet, die sie alle gefangen hält. Seine Entdeckung ist ebenso ungeheuerlich wie die Folgen, die sein Handeln nicht zuletzt für seine Nachfolgerin Juliette hat … Hugh Howeys verstörende Zukunftsvision ist rasanter Thriller und faszinierender Gesellschaftsroman in einem. »Silo« handelt von Lüge und Manipulation, Loyalität, Menschlichkeit und der großen Tragik unhinterfragter Regeln.“ (Quelle: www.piper.de)

Der Autor: „Hugh Howey, Jahrgang 1975, verdiente sein Geld als Skipper, Bootsbauer, Dachdecker und Buchhändler, bevor er als Romanautor erfolgreich wurde. Mit seinem großen Endzeitthriller »Silo«, der als Erzählung angelegt war und so überwältigend viele Leser fand, dass schließlich ein Roman daraus wurde, gelang ihm der internationale Durchbruch. Hugh Howey lebt mit seiner Frau in Jupiter, Florida.“ (Quelle: www.piper.de)
Meine Rezension:

Bei dem Buch, welches mir freundlicherweise über Bloggdeinbuch.de zur Verfügung gestellt wurde, handelt es sich um den zweiten Teil einer Geschichte, die ähnlich wie vor einige Jahren The Green Mile, zuerst unterteilt in kleine Einzelbände, später dann als komplettes Buch erschien.

Der Autor Hugh Howey erzählt das Szenario der Menschheit in der Zukunft, die in einem Silo lebt, der viele Stockwerke tief in die Erde reicht. Ein Leben auf der Erde, so wie wir es kennen, ist nicht mehr möglich, zu groß ist die Umweltverschmutzung, zu gefährlich die Atmosphäre. Die Entwicklung draußen beobachtet man jedoch durch ein Fenster mit einer gewissen Neugierde, aber auch Gleichgültigkeit. In regelmäßigen Abständen muss das Fester gereinigt werden und so wird immer wieder ein Freiwilliger (oder auch weniger Freiwilliger) gesucht, der in einem vermeintlichen Schutzanzug nach draußen geht. Die meisten Menschen sind mit ihrem Leben im Silo zufrieden, sie arbeiten, sie haben Familie, es ist ihr Zuhause. Einige wenige jedoch wollen wieder die Freiheit, die es vor Generationen gab und die man nur noch aus Erzählungen kennt. Einer von ihnen ist Sheriff Holston, dessen Frau Allison vor drei Jahren ums Leben kam, als sie unbedingt das Fenster reinigen wollte. Um jeden Preis will er hinaus und sehen, ob die Erde wirklich so ein lebensfeindlicher Ort ist.

Ich fand den zweiten Teil der Geschichte recht spannend und habe das Buch recht schnell fertig gelesen. Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben, den Silo, in dem die Menschen leben, kann man sich bildlich vorstellen. Jede Etage, jeder Raum der in der Geschichte eine Rolle spielt, wird zwar nicht bis ins kleinste Detail, aber dennoch so beschrieben, dass die eigene Phantasie daraus ein komplexes Bild erstellen kann. Mit der Zeit fängt man an, ebenfalls in diesem Silo zu leben, mit den Figuren zu fühlen und spürt diese Enge und Eingesperrtheit. Man versteht, warum der Hauptdarsteller unbedingt hinaus möchte.

Die Geschichte, die im zweiten Band abgedruckt wurde, war mehr oder weniger in sich abgeschlossen. Es gab ein eindeutiges Ende und mir fehlte ein wenig das Offene, Ungewisse, das mich dazu gebracht hätte, unbedingt wissen zu wollen, wie es weiter geht. Der Hauptdarsteller hat seine Rolle zu Ende gespielt und es erscheint völlig klar, dass er nicht wieder auftauchen wird. Es gibt überhaupt keinen Grund zu glauben, dass man ihm später wieder begegnet, was ein Grund für eine Wendung der Geschichte wäre. So wirkt es, als sei das endgültige Finale schon jetzt vorhersehbar. Überraschungen scheinen überhaupt keine mehr zu kommen.

Mittlerweile ist die Geschichte in einem kompletten Band erschienen und ich denke darüber nach, ob ich es mir doch noch kaufen soll. Eine klare Kaufempfehlung kann ich allerdings nur denen abgeben, die auf Science-Fiction-Thriller stehen und gerne trockene, geradlinigie Geschichten lesen. Scheinbar ist das nicht ganz mein Genre und mir gefiel die Geschichte deswegen weniger gut. Ich fand den zweiten Teil der Geschichte recht spannend und habe das Buch recht schnell fertig gelesen. Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben, den Silo, in dem die Menschen leben, kann man sich bildlich vorstellen. Jede Etage, jeder Raum der in der Geschichte eine Rolle spielt, wird zwar nicht bis ins kleinste Detail, aber dennoch so beschrieben, dass die eigene Phantasie daraus ein komplexes Bild erstellen kann. Mit der Zeit fängt man an, ebenfalls in diesem Silo zu leben, mit den Figuren zu fühlen und spürt diese Enge und Eingesperrtheit. Man versteht, warum der Hauptdarsteller unbedingt hinaus möchte.

Die Geschichte, die im zweiten Band abgedruckt wurde, war mehr oder weniger in sich abgeschlossen. Es gab ein eindeutiges Ende und mir fehlte ein wenig das Offene, Ungewisse, das mich dazu gebracht hätte, unbedingt wissen zu wollen, wie es weiter geht. Der Hauptdarsteller hat seine Rolle zu Ende gespielt und es erscheint völlig klar, dass er nicht wieder auftauchen wird. Es gibt überhaupt keinen Grund zu glauben, dass man ihm später wieder begegnet, was ein Grund für eine Wendung der Geschichte wäre. So wirkt es, als sei das endgültige Finale schon jetzt vorhersehbar.

Mittlerweile ist die Geschichte in einem kompletten Band erschienen und ich denke darüber nach, ob ich es mir doch noch kaufen soll. Eine klare Kaufempfehlung kann ich allerdings nur denen abgeben, die auf Science-Fiction-Thriller stehen. Scheinbar ist das nicht ganz mein Genre und mir gefiel die Geschichte deswegen weniger gut.

Erschienen ist Silo im Piper Verlag und es ist dort mittlerweile als gesamter Band mit Hardcover für 19,99€ und als E-Book für 15,99€ erhältlich.

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Rezension: Die fabelhafte Reise zu den ABC-Inseln


Die fabelhafte Reise zu den ABC-Inseln
Andrea Schütze

Langenscheidt PiNGPONG
erschienen am: 6.August 2012
72 Seiten
ISBN: 978-3468210020
14,99€
Altersempfehlung: ab 5 Jahren

 

Was passiert, wenn Faultier Friedrich faulenzt und Monsterpapa Marius marktfrischen Maulwurfsmatsch mitbringt, erleben Lea, Tim und Emily auf ihrer Reise zu den ABC-Inseln. Denn jede Insel birgt ein Geheimnis, bietet spannende Abenteuer oder beherbergt ganz besondere Bewohner

 

Verlag: Langenscheidt ist jedem bekannt, zumindest hat jeder von uns die Assoziation mit Wörterbüchern oder Sprachkursen. Somit ist es wenig verwunderlich, dass die Langenscheidt PiNGPONG Buchreihe deutschsprachige Kinderbücher umfasst, die Gedichte, Geschichten und Sprachspiele rund um die Buchstaben enthalten. Dabei steht in jedem Kapitel ein Buchstabe im Vordergrund.

Autorin: Andrea Schütze wurde 1970 geboren und hat in ihrer Kindheit so ziemlich alle Hobbys ausprobiert, die man sich vorstellen kann. Irgendwann ist sie beim Lesen geblieben und schreibt deshalb auch so gerne Bücher. Sie hat einen Gesellenbrief als Damenschneiderin, ein Diplom als Psychologin und lebt gesund und munter mit ihrem Mann, zwei Töchtern, einem Golden Retriever und einem Zwergkaninchen am südlichsten Zipfel von Deutschland. Dort gibt es eine Stelle, an der man gleichzeitig in Frankreich, Deutschland und der Schweiz stehen kann – vorausgesetzt natürlich, man hat drei Beine.

(Quelle: http://www.pingpong-welt.de)

Buch: Das Buch wirkt auf den ersten Blick sehr hochwertig. Das Hardcover ist wunderschöngestaltet und sehr stabil, die einzelnen Seiten sind aus recht dickem Papier und sehr griffig. Das Durchblättern fällt selbst kleinen Kinderhänden leicht. Das Format ist relativ groß gehalten, so dass man bequem auf dem Sofa kuscheln und vorlesen kann, während das Kind sich die vielen bunten Bilder ansieht. Es ist relativ dünn und dadurch sehr leicht und gut in der Hand zu halten.

Cover: Die Gestaltung des Covers wirkt aufwendig aber eindeutig kindgerecht. Die Farben sind nicht zu grell und trotzdem schön bunt. Das Bild verrät direkt einem Nicht-Leser worum es in der Geschichte geht. Der Titel ist sehr schön in das Bild eingefügt. Einzig etwas störend empfinde ich den „Pingpong“-Schriftzug auf dem unteren Teil des Covers.
Ehrlich gesagt wirkt dieses Buch aber nicht sonderlich auffällig und es würde vermutlich unter den vielen bunten Büchern im Laden untergehen, wenn man es zwischen den Vorlese-Büchern sucht.

Inhalt: Die Geschichte dreht sich um den Geburtstag des Großvaters, der sich jedes Jahr an seinem Ehrentag ein besonderes Geschichtenabenteuer für seine Enkelkinder ausdenkt. In diesem Jahr ist es die lange Reise zu den ABC-Inseln. Aber er erzählt diese Geschichte nicht einfach, sondern er „lebt“ sie mit den Kindern zusammen. Da wird auf dem Dachboden aus allerhand rumstehenden Dingen ein Boot, mit einem Mast aus einem Besenstiel, der Kleiderschrank wird zum Kuckucksnest, ein Bettlaken zum Segel. Die Enkelkinder sind Steuermann oder Matrose und der Opa wird zum Kapitän.

In jedem Kapitel des Buches wird eine Insel angesteuert. Zuerst natürlich die A-Insel, dann geht es weiter zur B-Insel, auf die die C-Insel folgt, und so weiter. Der Großvater erzählt, was man unterwegs sieht und die Kinder erleben in ihrer Phantasie diese Reise und spielen sie gemeinsam mit dem Opa nach. Aus einem alten Buch liest der Opa dann jedes Mal ein Kapitel zu der Insel vor, an der sie angelegt haben. Diese kleinen Geschichten bestehen nur aus Wörtern, die mit dem Buchstaben der Insel anfangen.

Meinung: Meine Meinung zu diesem Buch lässt sich kurz und knapp in einem Wort ausdrücken: großartig! Wir haben etliche Kinderbücher und leihen regelmäßig noch mehr in unserer Stadtbücherei aus, aber noch nie habe ich ein Buch in der Hand gehalten, welches so spannend und phantasievoll ist und welches so hervorragend mit der Sprache spielen kann. Wir haben bereits ein Buch, welches sich um das ABC dreht (Antons Reise durch das ABC) und hatten bereits den Titel „ABC, ABC, Arche Noah sticht in See“, aber das Langenscheidt-Buch übertrifft diese beiden noch um Längen. Selbst als Erwachsener sieht man diese Schiffsreise der Enkel vor seinem inneren Auge und möchte dieses Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.
Die Buchstabenspielereien sind absolut genial. Dass sich ein längerer Absatz um nur einen Buchstaben dreht ist eine Sache, die schon Spaß macht. Dass aber jedes Wort mit dem gleichen Buchstaben beginnt und trotzdem verständliche, vollständige Sätze dabei heraus kommen ist großartig. Es macht einfach Spaß, dieses Buch vorzulesen, gemeinsam über die lustigen Sätze zu lachen und dabei ganz unauffällig nebenbei das Sprachgefühl zu fördern

Fazit: Diesem Buch gebe ich mit einem sehr guten Gefühl fünf Sterne und empfehle es jedem, der Kinder hat. Wenn wir es nicht schon hätten würde ich es sofort kaufen. Ich bin froh, dass es nicht zurück in die Bücherei muss, sondern dass wir es behalten dürfen und so immer wieder lesen können.

 

 

Herzlichen Dank an Langenscheidt und BloggDeinBuch.de für dieses tolle Buch. Bestellen könnt ihr es direkt beim Verlag, einfach hier lang -> Die fabelhafte Reise zu den ABC-Inseln

 

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Rezension: Eine dunkle und Grimmige Geschichte

Eine dunkle und GRIMMige Geschichte
Adam Gidwitz

arsEdition
erschienen am: 8.Juni 2011
256 Seiten
ISBN: 978-3760783666
12,95€


Leser, nimm Dich in Acht!

Was nun folgt, ist ein Märchen.
Ein Märchen?, wirst Du vielleicht denken. Märchen sind doch Kinderkram.
Doch in diesem Märchen hüpfen keine kleinen Mädchen mit roten Kappen fröhlich durch den Wald.

Was zwischen diesen Seiten auf dich lauert,
ist die wahre Geschichte von Hänsel und Gretel – ein Märchen voller dunkler Zauberer, gefährlicher Hexen und todbringender Drachen.

Tritt ein.
Dieses Märchen ist furchterregend, sicherlich blutig und definitiv nichts für Angsthasen; aber anders, als alle anderen Märchen, die du kennst, ist dieses hier wahr.

Buch: Es ist ein kleines, handliches Hardcover-Buch, natürlich mit Schutzumschlag. Die Innenseiten des Covers sind märchenhaft dunkelrot. Durch den Schutzumschlag und das knappe Format ist die Haptik ganz ausgezeichnet und da es ein relativ dünnes Buch ist, kann man es völlig schmerzfrei lange in den Händen halten und in einem Rutsch lesen.

Autor: Adam Gidwitz verbrachte seine Kindheit in Baltimore, USA. Heute lebt er in Brooklyn, New York, und unterrichtet größere und nicht ganz so große Kinder an der Saint Ann’s Grundschule. Adam schreibt nur über Dinge, die er selbst erlebt hat. All die dunklen und grimmigen Gefahren, in die Hänsel und Gretel geraten, sind auch Adam passiert. Und sie passieren jedem, der einmal ein Kind war.

Cover: Das Cover, bzw. der Schutzumschlag ist unheimlich aufwendig und wunderschön gruselig gestaltet. Vor einem dunkelblauen Hintergrund sieht man zwei Kinder – Hänsel und Gretel, mit blutigem Schwert und goldenem Apfel in den Händen – zwischen knorrigen alten Bäumen stehen. Die Äste der Bäume sehen aus, als wären es Hände, die die Kinder schützen (oder auch nach ihnen greifen), die Stämme haben schaurige Gesichter. Oben auf den Ästen sitzen drei Raben. Rechts von Hänsel und Gretel stehen König und Königin mit grimmigen Gesichtern hinter dem Baum, auf der linken Seite ein böser Drache. Alles ist schwarz und sieht aus wie ein Scherenschnitt, nur die Augen des Königspaares, der Raben und des Drachen leuchten gelb, außerdem sind der Apfel und das Schwert farbig. Der Titel ist auf der oberen Hälfte zwischen den Baumstämmen ins Papier geprägt, die Schriftart ist ebenso schaurig wie der Rest des Covers. Die Buchstaben sind gelb, bis auf das Wortteil „Grimm“, welches sich weiß abhebt.
Ich finde das Cover alleine schon so ansprechend und gelungen, dass mir dieses Buch garantiert im Laden aufgefallen wäre und ich es garantiert in die Hand genommen hätte.

Inhalt: Eigentlich sind in dem Buch einige der bekannten und weniger bekannten Märchen der Gebrüder Grimm erzählt, so zum Beispiel „der treue Johannes“ oder „die sieben Schwalben“, allerdings so umformuliert, dass sich alles um Hänsel und Gretel dreht. Sie sind im gesamten Buch die Hauptcharaktere.

Meinung: Irgendwie fand ich es gut, auf eine seltsame Art und Weise echt gelungen. Die Märchen waren mir vorher nicht alle bekannt und ich muss zugeben, dass ich nicht weiß, wieviel davon noch dem Original entspricht und was der Autor dazu erfunden hat. Aber ich finde überhaupt die Idee, viele Märchen zu einer langen Geschichte zu verknüpfen super. Es ist sehr brutal und blutrünstig – ich glaube so waren die Märchen wirklich und wurden nur für die Kinder verniedlicht – aber auch spannend und hin und wieder mit glücklichen Momenten. Die Aufmachung der Geschichte ist gut,die Kommentare des Autors mitten in einem Kapitel – also einem Märchen – sind witzig und gleichzeitig warnend. So steht öfter dort, dass die Kinder, so denn welche zuhören, nun ins Bett sollten, weil es auf der nächsten Seite nicht mehr jugendfrei ist. Diese Warnung wird dann öfter wiederholt und verschärft und beschert einem wenigstens ein Schmunzeln, wenn nicht sogar ein Lachen ins Gesicht. Selbst das Ende ist irgendwie kein Ende, denn wenn man denkt „gut, Märchen vorbei, alles gut/doof/gelungen/Happy-End/mies/traurig/… legt der Autor doch noch ein Kapitel nach.

Von mir gibt es für dieses Buch vier Sterne. Der fünfte fehlt nur deshalb, weil es halt kein Überflieger ist, sondern einfach ein sehr gutes Buch.

 

Herzlichen Dank an arsEdition und BloggDeinBuch.de für dieses tolle Buch. Bestellen könnt ihr es direkt beim Verlag, einfach hier lang -> Eine dunkle und Grimmige Geschichte

 

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Rezension: Vor dem Regen kommt der Tod

Vor dem Regen kommt der Tod
Lieneke Dijkzeul

Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv premium)
erschienen am: 1.September 2011
336 Seiten
ISBN: 978-3423248556
14,90€

Plötzlich war er da.
Direkt hinter ihr.
Leise wie eine Katze.

Eine junge Polizistin wird an ihrer Wohnungstür überfallen und brutal niedergestochen. Das nächste Opfer ist eine Studentin. Beide Frauen sind rothaarig. Auch die Galeristin Vivienne hat rote Haare – sie wird von Angst und quälendem Misstrauen erfasst. Hat der Killer sie als nächstes Opfer auserkoren?
Inspecteur Paul Vecter, der die Ermittlungen leitet, spürt, dass ihm nicht viel Zeit bleibt, bis der Mörder wieder zuschlägt …

 
Es ist das schaurige Ende eines schwül-heißen Sommertages: Eine junge Polizistin wird an ihrer Wohnungstür überfallen und brutal niedergestochen. Die Stichwunden auf ihrem Bauch ergeben die römische Ziffer I. Sie überlebt mit knapper Not. Ein paar Tage später findet man eine tote Studentin in einem Keller, ermordet. Ihr wurde eine römische II in die Haut geritzt. Die Frauen scheinen wenig gemeinsam zu haben – doch beide sind rothaarig und das zweite Opfer wurde skalpiert … Inspecteur Paul Vecter ist persönlich von diesem Fall betroffen, denn bei dem ersten Opfer handelt es sich um seine Kollegin Renée, für die er mehr empfindet, als er sich selber eingestehen mag. Bald ahnt er, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleiben wird, bis der Mörder wieder zuschlägt …

Buch: Für ein Taschenbuch ist dieses Buch recht groß und dank des zur Hälfte nach innen gefalteten Covers auch sehr stabil. Zur dtv-Premium-Reihe gehörend ist es somit natürlich auch etwas teurer, als ein normales Taschenbuch.

Cover: Das Cover ist leider sehr wenig ansprechend. Es zeigt den Rücken einer jungen Frau, allerdings ohne Details wie Schulterblätter, so dass man eigentlich nur eine beigefarbene Fläche ansieht. Der Eyecatcher ist der geflochtene, rubinrote Zopf, an dessen Spitzen Blut herunter tropft. Der Titel ist in das Cover geprägt und hebt sich durch seine glänzende Oberfläche ein wenig vom ansonsten matten Cover ab.
Ehrlich gesagt hätte mich dieses Cover im Geschäft nicht angesprochen und ich hätte das Buch vermutlich nicht mal in die Hand genommen.

Inhalt: Die Polizistin Renée wird überfallen und kämpft in ihrer Wohnung mit dem brutalen Mörder um ihr Überleben. Als endlich Nachbarn auf den Lärm aufmerksam werden und nach dem Rechten sehen wollen, stürmt er davon, davon ausgehend, dass sein Opfer tot ist. Jedoch überlebt Renée sehr knapp.
Nach diesem Kapitel spielt sie in der übrigen Geschichte eigentlich nur noch eine untergeordnete Rolle, mehr in den Gedanken von Inspecteur Paul Vecter. Hauptsächlich dreht sich der Thriller fortan um die verheiratete Vivienne, eine Galeristin mit leichter körperlicher Behinderung und zum 50. Geburtstag anstehendem großen Vermögen. Dieser liegt allerdings noch in weiter Ferne, was ihren Mann nicht sonderlich glücklich zu machen scheint.

Meinung: Ich weiß nicht genau, wo ich dieses Buch einordnen soll. Eigentlich ist es ein Thriller, aber bis auf die Beschreibung des versuchten Mordes an Renée und der Beschreibung der Skalpierung des zweiten Opfers, würde ich es viel eher bei den Krimis einordnen. Es ist teilweise langatmig, man weiß schon sehr früh, wer der Täter ist – da hilft es auch nicht, dass er am Anfang geheim ist und man nur seine Gedanken und Gefühle kennt. Das Ende des Buches ist nicht wirklich überraschend, aber dafür wenigstens logisch. Die Geschichte ist sehr realistisch, es könnte jederzeit überall genau so passieren und die beschriebenen Details passen alle sehr gut in das Bild, welches man sich beim Lesen macht.

Ich gebe dem Buch drei Sterne, weil es im Vergleich zu anderen kein echter Thriller ist. Kaufen kann man es sicherlich, wenn man gerne Krimis – auch etwas brutalere – liest.

Ich danke vorablesen.de und dem dtv für die Bereitstellung dieses Buches.

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Kurz-Rezension: Die letzte Spur

Und ebenfalls in Kurzversion und leider völlig unformatiert (das wird noch geändert!) gibt es noch die Rezension zum Roman „Die letzte Spur“ von Charlotte Link.

Das Buch:
Elaine Dawson ist vom Pech verfolgt. Als sie nach Gibraltar zur Hochzeit einer Freundin reisen will, werden sämtliche Flüge in Heathrow wegen Nebels gestrichen. Anstatt in der Abflughalle zu warten, nimmt sie das Angebot eines Fremden an, in seiner Wohnung zu übernachten – und wird von diesem Moment an nie wieder gesehen. Fünf Jahre später rollt die Journalistin Rosanna Hamilton den Fall neu auf. Plötzlich gibt es Hinweise, dass Elaine noch lebt. Doch als Rosanna diesen Spuren folgt, ahnt sie nicht, dass sie selbst bald in Lebensgefahr schweben wird …

Meine Meinung:
Kurz und knapp: Es war okay.
Ein ziemlich langes Buch mit über 600 Seiten, in denen eine ziemlich verworrene und verwobene Geschichte erzählt wird. Was am Anfang wie ein ganz einfacher Vermisstenfall aussieht wird immer komplizierter und verstrickter, je mehr Rosanna Hamilton über ihre alte „Freundin“ und deren seltsames Verschwinden heraus finden möchte. Sie selber gerät immer Tiefer in die Geschichte und ist plötzlich selbst ein Teil davon. Ihr Leben scheint in Gefahr zu sein, als sie endlich die Hintergründe von Elaines Verschwinden aufgedeckt und den „Fall“ gelöst hat.

Der Roman ist mäßig spannend, teilweise sehr langgezogen und man hat das Gefühl, dass es nicht voran geht. Das Ende ist relativ überraschend, zumindest hätte ich eine andere Auflösung erwartet. Aber es war trotzdem okay und wer auf Krimis steht, die recht ruhig verlaufen, ist dieses Buch sicherlich empfehlenswert. :)

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Kurz-Rezension: Bevor der Abend kommt

Auf Grund von Internetmangel gibt es heute eine sehr kurze Kurz-Rezension. Sprich Inhalt und meine Meinung und Leseempfehlung (oder auch nicht). ;)

Das Buch:
Cindy Carver hat es nicht leicht mit ihrer 21-jährigen Tochter Julia: Das bildschöne Mädchen träumt von der großen Karriere und entfernt sich dabei immer weiter von ihrer Mutter. Doch eines Tages verschwindet Julia spurlos. Als die Ermittlungen der Polizei ergebnislos bleiben, macht sich die verzweifelte Cindy selbst auf die Suche nach ihrer Tochter. Und sie weiß – wenn Julia überhaupt noch am Leben ist, zählt jede Sekunde …

Meine Meinung:
Von Joy Fielding bin ich irgendwie besseres gewohnt. Es ist nicht so schlecht, aber es ist entfernt von spannend und fesselnd… Irgendwie ist es sehr berechenbar, was passieren wird und auch das Ende stellt für mich keine große Überraschung dar.
Ob ich das nun empfehlen soll, weiß ich nicht. Auf jeden Fall nicht, wenn man vorher keine Fielding-Romane gelesen hat. Dann wird man vermutlich keine weiteren mehr lesen wollen.

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Rezension: Der Psychopath

Die Highways von Amerika sind sein Jagdrevier, seine Opfer wählt er mit der Intuition eines perfekten Menschenkenners; seine Spur verliert sich im Nichts. Mindestens 14 Menschen hat der „Highway-Killer“ bereits auf dem Gewissen, und noch immer tappt das FBI im Dunkeln. Schließlich soll Frank Clevenger, ein Psychologe mit besonderem Gespür für die dunklen Seiten der menschlichen Seele, den Beamten helfen, den Mörder aufzuspüren. Doch je weiter Clevenger in die Psyche des Täters vordringt, umso gefährlicher wird es für ihn selbst.

 

Alleine das Cover ist schon blutig und deutet auf einen echten Thriller hin. Also ganz mein Geschmack. :)
Das Buch war echt gut, wenn nicht sogar sehr gut. Es war spannend, die Kapitel wechselten zwischen der Sicht des Täters und der Sicht des Psychologen, der den Täter entlarven soll. Die Idee der Story ist fantastisch und die Umsetzung wirklich gelungen.

Der „Highway-Killer“ kommuniziert während der Geschichte mit dem Psychologen über eine Tageszeitung, in aller Öffentlichkeit und mordet dabei munter weiter. Man weiß als Leser nicht sicher, ob er gefunden und geheilt werden will oder ob er die Behörden nur an der Nase herum führt. Ganz nebenbei passiert noch ein Drama: der Psychologe Frank Clevenger, der mit dem FBI zusammen arbeiten soll hat kurz zuvor einen fast erwachsenen Jungen adoptiert, der aus einer schwer gewalttätigen Familie kommt und es scheint, dass der Junge auch in diese Richtung abdriftet. Für Clevenger ist das alles ein Drahtseilakt und er muss mehr als eine schwere Entscheidung treffen.

Der Anfang ist etwas langatmig und ich habe drei Anläufe gebraucht um über die ersten 20 Seiten hinweg zu kommen, dann aber fesselt dieser Thriller so sehr, dass es nur wenige Tage dauerte, bis ich den Rest gelesen habe. Der Schreibstil ist aber sehr gut, es gibt keine Stolperstellen oder unverständlichen Sätze. Die Art, wie der Autor bei der Beschreibung der Gedanken des Täters in die Tiefe geht ist sehr gut gelungen.

Von mir gibt es für diesen Thriller 4 Sterne. Einen ziehe ich ab, weil es in meinen Augen eher ein Krimi denn ein Thriller war, es fehlten einfach die Details.

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Kurzrezension: Schlafe sanft, mein Engel

Das Buch „Schlafe sanft, mein Engel“ von Margaret Murphy ist bereits etwas älter und nicht mehr im Handel als Neuauflage erhältlich. Deswegen spare ich mir die Mühe eine ausführliche Rezension zu schreiben und beschränke mich auf den Klappentext und meine Meinung zu dem Roman.

Fünf Monate sind vergangen, seit die Leiche der elfjährigen Melanie Pearson in einem Waldstück entdeckt wurde. Ihre Mutter Kate beginnt gerade, Schmerz und Schuldgefühle zu überwinden, als sie an ihrem Arbeitsplatz eine anonyme E-mail erhält: Jemand schreibt ihr im Namen ihrer Tochter und klagt sie an. Nach weiteren sadistischen Nachrichten verdichten sich die Hinweise, dass nur Melanies Mörder als Absender in Frage kommt. Doch er versteckt sich im Internet und scheint Kates Leben von dort aus genau zu beobachten und zu manipulieren. Chefinspektor Harmon, der bereits die Untersuchungen des Mordes leitete, tappt wieder im dunkeln, denn auch diesmal haben alle Verdächtigen von damals überzeugende Alibis: Kates gewalttätiger Exmann, der sie jahrelang verprügelte, der charmante, aber eifersüchtige Universitätsdozent Kenneth Ingrams, den Kate abblitzen ließ, und KAtes Kollege Adam Shepherd, ein Computerfreak mit undurchsichtiger Vergangenheit. Dann überschlagen sich die Ereignisse: Kate wird überfallen, und der Unbekannte schickt ihr via Bildschirm ein Foto ihrer misshandelten Tochter. Kate hat daraufhin nur noch ein Ziel: den Mörder ihrer Tochter auf eigene Faust zu finden und ihm eine einzige Frage zu stellen: Warum musste Melanie sterben?

 

Ich fand das Buch sehr durchschnittlich. Es gab keine wirklich spannenden Momente, aber immerhin schafft es die Autorin bis zum Schluss die Identität des Mörders geheim zu halten und den Verdacht auf eine andere Person zu lenken, so dass man immerhin weiter liest um zu erfahren, wer es denn wirklich ist.
Der Schreibstil ist okay, es liest sich flüssig und gut, die Wortwahl ist in Ordnung und es gibt keinerlei Stolperstellen.
Das Ende empfand ich als recht unpassend und unrealistisch. Es ist für mich unvorstellbar, dass ein Mensch der sein Kind durch einen Mord verliert in der Lage ist nach einem halben Jahr ein völlig normales Leben zu führen.

Für dieses Buch gibt es 3 Sterne und eine eingeschränkte Kaufempfehlung. Für mich als Krimi- und Thriller-Leser war es zu seicht, aber wer lieber weiche Krimis liest, für den ist es vielleicht genau das Richtige.

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Rezension: Epsilon

Epsilon
David Ambrose
erschienen 2003 im Bastei-Lübbe-Verlag
350 Seiten
ISBN 3-404-14837-1

Wenn ich heute nicht weiß, wer ich Gestern war, wer bin ich dann Morgen?

Als Spezialagent Charlie Monk einen Observierungsauftrag erhält, findet er dabei scheinbar seine verloren geglaubte Vergangenheit wieder. Denn plötzlich tritt die Hirnforscherin Dr. Susan Flemyng in sein Leben, und er meint in ihr seine erste Liebe, Kathy, zu sehen. Diese Begegnung veranlasst Charlie dazu, den absoluten Gehorsam gegenüber seinen Auftraggebern schlagartig zu durchbrechen.

Doch Charlie wird aufgegriffen, und auf den absolut perfekten, kaltblütigen Spezialagenten warten ein paar Aufgaben, auf die er nicht vorbereitet wurde.

Dieser Roman ist der Wahnsinn – und das kann man wörtlich nehmen. Die Geschichte ist völlig verworren, Szenen, Charaktere, Abläufe, alles ist miteinander verknüpft, verwoben, verstrickt. Personen leben Doppelleben, haben Geheimnisse, sind nicht das, was sie zu sein scheinen. Man weiß als Leser zu keinem Zeitpunkt, wo man sich in der Geschichte befindet, wer nun welche Rolle spielt und zu wem man eigentlich halten soll. Wer ist das Opfer, wer ist der Schuldige daran? Wer ist überhaupt ein Mensch, wer ein Tier, wer denkt was und warum? Und ist es wirklich so, wie man es sich zusammen reimt oder am Ende doch ganz anders?

Man weiß einfach nicht, welche Szenen wahr sind und welche nur in der Einbildung des Protagonisten Charlie Monk statt finden. Welche Gedanken sind real und welche sind erzeugt, welche nur Traum und welche eine Tatsache?

Das Buch ist spannend, fesselnd, man fiebert mit den Darstellern mit und dann doch wieder nicht, man erlebt die Gefühle, die sehr detailliert beschrieben werden, um sich dann zu fragen, ob es nicht doch alles nur Einbildung der Figur war. David Ambrose hat es geschafft einen Roman zu schreiben, der am Anfang völlig strukturiert und logisch erscheint und am Ende ein durcheinandergewürfelter Haufen ist, in dem nichts mehr zusammen passt. Und am Ende steht der Leser mit einem riesigen Fragezeichen da und muss sich selber überlegen, was er glaubt, wie die Geschichte tatsächlich ausgegangen sein kann.

Es ist auf jeden Fall ein empfehlenswertes Buch und es ist schade, dass es keine aktuelle Auflage mehr davon gibt. Wer sich für wissenschaftliche, spannungsgeladene Geschichten interessiert, sollte versuchen das Buch gebraucht zu bekommen. Es lohnt sich! Von mir gibt es 4 Sterne.

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Kurz-Rezension „Das Video zum Mord“

Das Video zum Mord
Miles Tripp
erschienen 1990 im Scherz-Verlag
2. Auflage 2000
ISBN 3-502-51733-9
180 Seiten

Eine Frau erbt ein beträchtliches Vermögen – und ein verschwundener Ehemann taucht plötzlich wieder auf. John Samson, Londoner Privatdetektiv, findet bald mehr im Vorleben des windigen Ehemanns als einen vorgetäuschten Unfall und eine angebliche Amnesie. Aber das führt ihn erst auf die Spur eines perfiden Doppelmörders – Sex, Lügen und Videos …

Es ist nicht wirklich schade, dass dieses Buch nicht mehr aufgelegt wird, ehrlich gesagt war ich froh, dass es keine 200 Seiten hatte und ich schnell durch war. Die Geschichte um den Privatdetektiv und seine Klienten ist flach, ohne wirkliche Spannung und in einer gewissen Weise vorhersehbar. Es passiert nichts wirklich aufregendes und Szenen, die man spannend beschreiben könnte, sind einfach schon passiert. Ein Mord wird beispielsweise völlig beiläufig erwähnt, obwohl er einen wichtigen Bestandteil der ganzen Geschichte ausmacht.

Ich kann eindeutig keine Empfehlung aussprechen und der Roman bekommt von mir nur einen Stern.

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