Eltern-Kind-Blogparade Aufgabe 2

Diese Woche fehlte mir eindeutig die Zeit und Lust den  zweiten Beitrag zur Blogparade zu verfassen. Erst Recht weil es ein doch sehr persönliches Thema ist und ich immer noch nicht sicher bin, was ich hier gerne Preis geben möchte.

Das Motto diese Woche lautet:

Wie alles begann – Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit 

Hm, wie soll ich da anfangen? Mit dem Wunsch nach einem Kind vielleicht? Dieser hatte sich immer mal wieder gemeldet, aber ebenso schnell meist wieder in der Tiefe der Vernunft verkrochen. Bis irgendwann wirklich die Zeit da war, in der auch die Vernunft sagte „jetzt oder nie mehr“. Schon einen Zyklus später war der Schwangerschaftstest positiv und das Chaos in der Gefühlswelt nahm seinen Lauf…

Unser Sohn ist ein Wunschkind, das ist überhaupt keine Frage, aber ich hätte absolut nicht erwartet so unter einer Schwangerschaft zu leiden. Noch heute höre ich die vielen gut gemeinten Ratschläge „Sie müssen sich nur daran gewöhnen“ oder „Du bist schwanger, das ist doch toll“ in meinem Kopf nachhallen, aber niemand konnte auch nur im Ansatz erahnen, was überhaupt in mir vorging. Ich war krank, auch wenn schwanger sein eigentlich keine Krankheit ist. Ich litt fast die gesamte Zeit der Schwangerschaft an Depressionen. Das war zeitweise so schlimm, dass ich mir das Leben nehmen wollte um aus diesem Zustand zu fliehen. Am ersten Tag der 13. Woche war es besonders schlimm, denn damit war ein Abbruch der Schwangerschaft auf legalem Wege nicht mehr möglich. Nein, es wäre niemals für mich in Frage gekommen mein Baby zu töten, zumindest nicht so lange ich gesund war und so lange meine Gedanken normal waren. Doch während dieser Depression war überhaupt nichts mehr normal. Ich war nicht in der Lage mein Baby als solches anzunehmen, es war für mich ein Fremdkörper und ich wollte einfach nur, dass es aufhört.

Dieser Zustand dauerte wohl etwa bis zur 30. Woche an, zwischendurch gab es mal kurze Momente, in denen ich mich wirklich darüber freuen konnte ein Baby zu bekommen, aber die meiste Zeit war grausam. Während andere Frauen freudig jedem erzählen, dass sie schwanger sind, habe ich es geheim gehalten. Ich wollte es niemandem erzählen, ich wollte es selber nicht wissen. Ich wollte es verdrängen und einfach nicht mehr daran denken. Als ich dann die ersten Bewegungen spürte war das für mich ein Alptraum. Andere Frauen lächeln vor Verzückung, ich habe geweint, weil ich es somit nicht mehr verdrängen konnte. Als das Baby größer wurde und die Bewegungen auch von außen sichtbar, fand ich das einfach nur furchtbar und habe mich umso mehr versteckt. Erst ab dem dritten Trimester der Schwangerschaft konnte ich mich wirklich auf unseren Sohn freuen, konnte mich endlich damit anfreunden ein Baby zu bekommen, konnte endlich liebevoll meinen Bauch streicheln und die Spieluhr darauf legen, konnte mit meinem Baby reden und ihm endlich die Liebe geben, die er die Monate davor nicht bekommen hat.

Wenn ich jetzt darüber nachdenke, kommen mir die Tränen, denn es tut mir so leid, dass ich mein Baby erst so spät annehmen konnte. Ich habe ein furchtbar schlechtes Gewissen, obwohl ich das nicht haben muss, denn meine Hilfeschreie waren deutlich genug. Ich habe meiner Ärztin damals klar gesagt, dass ich glaube an Depressionen zu leiden, aber es wurde nicht ernst genommen. Trotzdem würde ich gerne die Zeit zurück drehen und meinem Baby auch schon früher das Gefühl geben geliebt und willkommen zu sein. Denn immer, wenn ich lese, dass ein Ungeborenes spüren kann, wie die Mutter sich in der Schwangerschaft fühlt, ist es für mich ein Stich im Herzen…

Immerhin ging es dann im dritten Trimester steil bergauf und alles, was mit Babys zu tun hatte, hat mir endlich Spaß gemacht und ich konnte die Zeit endlich genießen. Die Zimmereinrichtung, die Namenswahl, das Einkaufen waren auf einmal völlig selbstverständlich und richtig toll. Und mit dem Tag der Geburt wurde es direkt noch viel besser. Dieses kleine Bündel Mensch, welches nach nur 7 Stunden Wehen auf meinem Bauch lag, war mein Sohn, mein Baby, mein Ein und Alles. Und das ist er auch bis heute geblieben. Der wichtigste Mensch auf der Welt, der Mensch für den ich mein eigenes Leben geben und für den ich auf alles verzichten würde. Der Mensch, der mir einfach alles bedeutet und den ich so sehr liebe, dass es schon weh tut. Der Mensch, auf den ich so unglaublich stolz bin und der mein Herz aufblühen lässt. So ein kleiner Mensch, der einem immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert und einem jeden Tag zeigt, dass das Leben lebenswert und schön ist. Der einem zeigt, was man schon immer geahnt aber nie gewusst hat, der einem die Welt aufs Neue beibringt. Und der Mensch, für den alles perfekt und sicher ist, solange man selber da ist um ihn zu beschützen.

 

Zu guter Letzt möchte ich gerne wieder die Sponsoren dieser Woche erwähnen, wer „einfach mal so“ ein paar Geschenke spendiert soll schließlich nicht unerwähnt bleiben.

Zum Einen ist das diese Woche Nuby, die vier Überraschungssets für Babys ab 6 Monaten verschenken, in denen zwei Trinklernbecher und Schüsselchen enthalten sind. Außerdem Babystrauss, einem Anbieter für besonders niedliche Geschenke zur Geburt. Der Name verrät es schon fast – der Anbieter fertigt aus Babykleidung „Blumensträuße“ oder auch Lollies, dabei werden nur Textilien aus Baumwolle nach ÖkoTex-Standard 100 bzw. mit dem Siegel „Textiles Vertrauen“ verwendet. Babystrauss sponsort einen Babylolli.
Der dritte im Bunde ist diese Woche Spielwelt, ein Onlineshop für Spielwaren aus so ziemlich allen Bereichen, sei es nun Playmobil, Lego, Carrera oder auch Gesellschaftsspiele. Spielwelt steuert für die Wochenaufgabe 3 Gutscheine á 25€.

Um es erwähnt zu haben: Da mein Sohn deutlich dem Babyalter entwachsen ist setze ich meine Lose selbstverständlich auf Spielwelt. :)

 

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3 Responses to Eltern-Kind-Blogparade Aufgabe 2

  1. Marlen says:

    Oje, das war sicherlich keine Traumschwangerschaft… und ich kann mir vorstellen, wie es ist, wenn einem keiner glaubt. Habe das in ähnlicher Form – allerdings ging es bei mir um körperliche Beschwerden – auch durchgemacht. Schön, dass Du das Ende der Schwangerschaft aber dich genießen konntest und jetzt rundum glücklich mit dem Sohnemann bist :)

  2. Rebecca says:

    Es tut mir sehr leid, dass du so eine schwierige Schwangerschaft hattest. Aber ich bin wirklich froh, dass du es geschafft hast dich doch noch auf dein Kind zu freuen und es richtig lieb haben kannst :) Ich hatte früher selbst oft schlimme Depressionen und erst jetzt, wo ich meinen kleinen Sohn habe, geht es mir zum ersten Mal im Leben richtig gut und ich bin glücklich und ich wünsche mir sehr, dass es dir genauso geht :)

  3. Kerstin says:

    Es tut mir leid, dass das Thema in dir so viel aufgewühlt hat.

    Danke für deinen ehrlichen und persönlichen Bericht und nicht zuletzt freue ich mich darüber, dass am Ende alles gut wurde. :)