Rezension: Vor dem Regen kommt der Tod

Vor dem Regen kommt der Tod
Lieneke Dijkzeul

Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv premium)
erschienen am: 1.September 2011
336 Seiten
ISBN: 978-3423248556
14,90€

Plötzlich war er da.
Direkt hinter ihr.
Leise wie eine Katze.

Eine junge Polizistin wird an ihrer Wohnungstür überfallen und brutal niedergestochen. Das nächste Opfer ist eine Studentin. Beide Frauen sind rothaarig. Auch die Galeristin Vivienne hat rote Haare – sie wird von Angst und quälendem Misstrauen erfasst. Hat der Killer sie als nächstes Opfer auserkoren?
Inspecteur Paul Vecter, der die Ermittlungen leitet, spürt, dass ihm nicht viel Zeit bleibt, bis der Mörder wieder zuschlägt …

 
Es ist das schaurige Ende eines schwül-heißen Sommertages: Eine junge Polizistin wird an ihrer Wohnungstür überfallen und brutal niedergestochen. Die Stichwunden auf ihrem Bauch ergeben die römische Ziffer I. Sie überlebt mit knapper Not. Ein paar Tage später findet man eine tote Studentin in einem Keller, ermordet. Ihr wurde eine römische II in die Haut geritzt. Die Frauen scheinen wenig gemeinsam zu haben – doch beide sind rothaarig und das zweite Opfer wurde skalpiert … Inspecteur Paul Vecter ist persönlich von diesem Fall betroffen, denn bei dem ersten Opfer handelt es sich um seine Kollegin Renée, für die er mehr empfindet, als er sich selber eingestehen mag. Bald ahnt er, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleiben wird, bis der Mörder wieder zuschlägt …

Buch: Für ein Taschenbuch ist dieses Buch recht groß und dank des zur Hälfte nach innen gefalteten Covers auch sehr stabil. Zur dtv-Premium-Reihe gehörend ist es somit natürlich auch etwas teurer, als ein normales Taschenbuch.

Cover: Das Cover ist leider sehr wenig ansprechend. Es zeigt den Rücken einer jungen Frau, allerdings ohne Details wie Schulterblätter, so dass man eigentlich nur eine beigefarbene Fläche ansieht. Der Eyecatcher ist der geflochtene, rubinrote Zopf, an dessen Spitzen Blut herunter tropft. Der Titel ist in das Cover geprägt und hebt sich durch seine glänzende Oberfläche ein wenig vom ansonsten matten Cover ab.
Ehrlich gesagt hätte mich dieses Cover im Geschäft nicht angesprochen und ich hätte das Buch vermutlich nicht mal in die Hand genommen.

Inhalt: Die Polizistin Renée wird überfallen und kämpft in ihrer Wohnung mit dem brutalen Mörder um ihr Überleben. Als endlich Nachbarn auf den Lärm aufmerksam werden und nach dem Rechten sehen wollen, stürmt er davon, davon ausgehend, dass sein Opfer tot ist. Jedoch überlebt Renée sehr knapp.
Nach diesem Kapitel spielt sie in der übrigen Geschichte eigentlich nur noch eine untergeordnete Rolle, mehr in den Gedanken von Inspecteur Paul Vecter. Hauptsächlich dreht sich der Thriller fortan um die verheiratete Vivienne, eine Galeristin mit leichter körperlicher Behinderung und zum 50. Geburtstag anstehendem großen Vermögen. Dieser liegt allerdings noch in weiter Ferne, was ihren Mann nicht sonderlich glücklich zu machen scheint.

Meinung: Ich weiß nicht genau, wo ich dieses Buch einordnen soll. Eigentlich ist es ein Thriller, aber bis auf die Beschreibung des versuchten Mordes an Renée und der Beschreibung der Skalpierung des zweiten Opfers, würde ich es viel eher bei den Krimis einordnen. Es ist teilweise langatmig, man weiß schon sehr früh, wer der Täter ist – da hilft es auch nicht, dass er am Anfang geheim ist und man nur seine Gedanken und Gefühle kennt. Das Ende des Buches ist nicht wirklich überraschend, aber dafür wenigstens logisch. Die Geschichte ist sehr realistisch, es könnte jederzeit überall genau so passieren und die beschriebenen Details passen alle sehr gut in das Bild, welches man sich beim Lesen macht.

Ich gebe dem Buch drei Sterne, weil es im Vergleich zu anderen kein echter Thriller ist. Kaufen kann man es sicherlich, wenn man gerne Krimis – auch etwas brutalere – liest.

Ich danke vorablesen.de und dem dtv für die Bereitstellung dieses Buches.

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