(Arbeits-) Zeit ist Geld

Bis Ende November hatte ich einen Studentenjob bei einem recht großen (internationalen) Unternehmen. Der Job hat nicht unbedingt viel mit meinem Studium zu tun und es ist auch nicht gerade ein Traumjob, aber die Arbeitszeiten sind für mich perfekt, da völlig flexibel, ich muss mich nicht überarbeiten, langweile mich aber auch nicht und die Bezahlung ist ein Traum. Nun musste ich im Dezember pausieren, aus internen statistischen Gründen konnte oder durfte mein Vertrag nicht direkt im Dezember weiter gehen, sollte aber zum 1.1. verlängert werden.

Anfang November hatte ich bereits alles in die Wege geleitet. Die Personalabteilung informiert, meine Vorgesetzten angesprochen, dass sie ihrerseits die Informationen weiter geben, usw. Es hätte auch alles funktioniert, da auch der Vorgesetzte meines Vorgesetzten sein Okay sehr schnell gab. Da im November aber nichts mehr entschieden werden konnte habe ich im Dezember mehrmals nach gehakt, meine Mails wurden alle ignoriert. Der Dezember ging, der Januar kam, aber kein Vertrag.

Gestern habe ich mir dann gedacht, dass ich mich vorsichtshalber nochmal bei meiner alten Firma melde, ob sie nicht eine Stelle frei haben, habe aber parallel nochmal die Personalabteilung und meinen Kollegen angeschrieben, weil ich schließlich mein Studium finanzieren muss. Und siehe da: Es gab tatsächlich eine Antwort! Mein Kollege war erschrocken, dass die Personalabteilung sich überhaupt nicht gemeldet hat und die hat mir dann gestern endlich (!!!!) mitgeteilt, dass ich einen Vertrag zum 1.2. bekommen soll. Kaum zu glauben…

Nun weiß ich immerhin von meinem Kollegen, dass meine Stelle nur bis Juni erhalten bleibt und ich mir für Juli einen neuen Job besorgen muss. Darum kann ich mich dann immerhin wirklich zeitnah kümmern, damit ich nicht wieder zwei Monate ohne Geld da stehe.

Vielleicht könnt ihr mir die Daumen drücken, dass es mit einem (gut bezahlten) Job in meiner alten Firma klappt? Das Unternehmen, für das ich ab Februar wieder tätig bin ist toll, es ist groß, es tut unheimlich viel für die Mitarbeiter, viele Sozialleistungen, Angebote für Familien (wie z.B. eine Weihnachtsfeier für die Kinder der Mitarbeiter), es gibt Netzwerke für neue Mitarbeiter, … Eigentlich wirklich ein toller Arbeitgeber mir relativ krisensicheren Jobs. Aber er hat zwei große Mankos: Die Mühlen dort mahlen sehr langsam. Das habe ich nun schon drei Mal selber erlebt. Und es ist schwer überhaupt eine Stelle zu bekommen, da man nicht einfach eine Bewerbung schreiben und ein Vorstellungsgespräch führen kann, sondern ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren durchlaufen muss und in Konkurrenz zu vielen anderen Bewerbern steht. Da hilft es auch nicht, wenn man schon einen Studentenjob dort hat.
Bei meiner alten Firma läuft das noch anders, sie ist nicht ganz so groß (und scheinbar nicht ganz so wichtig) und es ist einfacher eine Stelle zu bekommen. Vielleicht weil niemand in diese Branche möchte und tatsächlich mehr Stellen als (geeignete) Bewerber frei zu sein scheinen. ICH möchte gerne wieder in diese Branche und werde auch mein Studium in diese Richtung vertiefen.

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One Response to (Arbeits-) Zeit ist Geld

  1. Meli says:

    Das gleiche Problem mit den langsamen Mühlen haben wir bei Männe auch grad *zermürbend*

    Ich drück die Daumen für den richtigen Job!