Puh, was war denn das?

Jetzt habe ich eine gefühlte Ewigkeit den Fehler gesucht, wegen dem meine Seite gar nicht oder nur kaum erreichbar war. Ständig eine Datei gelöscht, dadurch war immerhin die Startseite aufrufbar, aber keine einzige Unterseite. Nicht mal Google konnte helfen, da dieser blöde Fehler scheinbar sehr komplex war.

Durch einen netten Zufall habe ich aber heute doch endlich einen hilfreichen Link gefunden, konnte die Datei mit einem sinnvolleren Inhalt füllen und siehe da, der Blog funktioniert mit allen Unterseiten wieder ganz normal. Sollte sich irgendwo noch ein Fehler finden, hinterlasst mir doch bitte eine kurze Nachricht.

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Ich bin wieder hier…

Der letzte Eintrag ist nicht nur eine gefühlte Ewigkeit her. 2013, das ist ja schon gar nicht mehr wahr… Viel ist passiert in den letzten Jahren, ein bisschen was tolles, ein bisschen was weniger tolles. Wir sind um ein kleines Familienmitglied reicher, aber auch kurz davor um ein älteres ärmer geworden. Der Ärger ist weniger, der Stress in anderer Art und Weise noch da. Alles in allem aber geht es uns gut.

Ich habe ein wenig hier geändert, da sich mein Blog nun definitiv nicht mehr hauptsächlich um Bücher drehen soll. Zum Lesen fehlt mir leider völlig die Zeit. Dafür nähe ich inzwischen sehr gerne und vielleicht schaffe ich es ja hier mal das eine oder andere Werk zu zeigen.

Nun werden wir mal sehen, wohin das hier noch führt. Auf jeden Fall möchte ich noch ein paar Kleinigkeiten an der Optik ändern. Mir kommt das hier aber gerade alles irre kompliziert vor, was ich vor über drei Jahren angestellt habe und ich muss mich da erst wieder reindenken.

In diesem Sinne, liebe Leser – sofern es euch da draußen noch gibt – hoffentlich bis bald. :)

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Rezension: Der Silo

Das Buch: „Drei Jahre nach dem mysteriösen Tod seiner Frau Allison setzt Sheriff Holston seiner Aufgabe ein Ende und entschließt sich, die strengste Regel zu brechen: Er will das Silo verlassen. Doch die Erdoberfläche ist hoch toxisch, ihr Betreten bedeutet den sicheren Tod. Holston nimmt das in Kauf, um endlich mit eigenen Augen zu sehen, was sich hinter der großen Luke befindet, die sie alle gefangen hält. Seine Entdeckung ist ebenso ungeheuerlich wie die Folgen, die sein Handeln nicht zuletzt für seine Nachfolgerin Juliette hat … Hugh Howeys verstörende Zukunftsvision ist rasanter Thriller und faszinierender Gesellschaftsroman in einem. »Silo« handelt von Lüge und Manipulation, Loyalität, Menschlichkeit und der großen Tragik unhinterfragter Regeln.“ (Quelle: www.piper.de)

Der Autor: „Hugh Howey, Jahrgang 1975, verdiente sein Geld als Skipper, Bootsbauer, Dachdecker und Buchhändler, bevor er als Romanautor erfolgreich wurde. Mit seinem großen Endzeitthriller »Silo«, der als Erzählung angelegt war und so überwältigend viele Leser fand, dass schließlich ein Roman daraus wurde, gelang ihm der internationale Durchbruch. Hugh Howey lebt mit seiner Frau in Jupiter, Florida.“ (Quelle: www.piper.de)
Meine Rezension:

Bei dem Buch, welches mir freundlicherweise über Bloggdeinbuch.de zur Verfügung gestellt wurde, handelt es sich um den zweiten Teil einer Geschichte, die ähnlich wie vor einige Jahren The Green Mile, zuerst unterteilt in kleine Einzelbände, später dann als komplettes Buch erschien.

Der Autor Hugh Howey erzählt das Szenario der Menschheit in der Zukunft, die in einem Silo lebt, der viele Stockwerke tief in die Erde reicht. Ein Leben auf der Erde, so wie wir es kennen, ist nicht mehr möglich, zu groß ist die Umweltverschmutzung, zu gefährlich die Atmosphäre. Die Entwicklung draußen beobachtet man jedoch durch ein Fenster mit einer gewissen Neugierde, aber auch Gleichgültigkeit. In regelmäßigen Abständen muss das Fester gereinigt werden und so wird immer wieder ein Freiwilliger (oder auch weniger Freiwilliger) gesucht, der in einem vermeintlichen Schutzanzug nach draußen geht. Die meisten Menschen sind mit ihrem Leben im Silo zufrieden, sie arbeiten, sie haben Familie, es ist ihr Zuhause. Einige wenige jedoch wollen wieder die Freiheit, die es vor Generationen gab und die man nur noch aus Erzählungen kennt. Einer von ihnen ist Sheriff Holston, dessen Frau Allison vor drei Jahren ums Leben kam, als sie unbedingt das Fenster reinigen wollte. Um jeden Preis will er hinaus und sehen, ob die Erde wirklich so ein lebensfeindlicher Ort ist.

Ich fand den zweiten Teil der Geschichte recht spannend und habe das Buch recht schnell fertig gelesen. Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben, den Silo, in dem die Menschen leben, kann man sich bildlich vorstellen. Jede Etage, jeder Raum der in der Geschichte eine Rolle spielt, wird zwar nicht bis ins kleinste Detail, aber dennoch so beschrieben, dass die eigene Phantasie daraus ein komplexes Bild erstellen kann. Mit der Zeit fängt man an, ebenfalls in diesem Silo zu leben, mit den Figuren zu fühlen und spürt diese Enge und Eingesperrtheit. Man versteht, warum der Hauptdarsteller unbedingt hinaus möchte.

Die Geschichte, die im zweiten Band abgedruckt wurde, war mehr oder weniger in sich abgeschlossen. Es gab ein eindeutiges Ende und mir fehlte ein wenig das Offene, Ungewisse, das mich dazu gebracht hätte, unbedingt wissen zu wollen, wie es weiter geht. Der Hauptdarsteller hat seine Rolle zu Ende gespielt und es erscheint völlig klar, dass er nicht wieder auftauchen wird. Es gibt überhaupt keinen Grund zu glauben, dass man ihm später wieder begegnet, was ein Grund für eine Wendung der Geschichte wäre. So wirkt es, als sei das endgültige Finale schon jetzt vorhersehbar. Überraschungen scheinen überhaupt keine mehr zu kommen.

Mittlerweile ist die Geschichte in einem kompletten Band erschienen und ich denke darüber nach, ob ich es mir doch noch kaufen soll. Eine klare Kaufempfehlung kann ich allerdings nur denen abgeben, die auf Science-Fiction-Thriller stehen und gerne trockene, geradlinigie Geschichten lesen. Scheinbar ist das nicht ganz mein Genre und mir gefiel die Geschichte deswegen weniger gut. Ich fand den zweiten Teil der Geschichte recht spannend und habe das Buch recht schnell fertig gelesen. Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben, den Silo, in dem die Menschen leben, kann man sich bildlich vorstellen. Jede Etage, jeder Raum der in der Geschichte eine Rolle spielt, wird zwar nicht bis ins kleinste Detail, aber dennoch so beschrieben, dass die eigene Phantasie daraus ein komplexes Bild erstellen kann. Mit der Zeit fängt man an, ebenfalls in diesem Silo zu leben, mit den Figuren zu fühlen und spürt diese Enge und Eingesperrtheit. Man versteht, warum der Hauptdarsteller unbedingt hinaus möchte.

Die Geschichte, die im zweiten Band abgedruckt wurde, war mehr oder weniger in sich abgeschlossen. Es gab ein eindeutiges Ende und mir fehlte ein wenig das Offene, Ungewisse, das mich dazu gebracht hätte, unbedingt wissen zu wollen, wie es weiter geht. Der Hauptdarsteller hat seine Rolle zu Ende gespielt und es erscheint völlig klar, dass er nicht wieder auftauchen wird. Es gibt überhaupt keinen Grund zu glauben, dass man ihm später wieder begegnet, was ein Grund für eine Wendung der Geschichte wäre. So wirkt es, als sei das endgültige Finale schon jetzt vorhersehbar.

Mittlerweile ist die Geschichte in einem kompletten Band erschienen und ich denke darüber nach, ob ich es mir doch noch kaufen soll. Eine klare Kaufempfehlung kann ich allerdings nur denen abgeben, die auf Science-Fiction-Thriller stehen. Scheinbar ist das nicht ganz mein Genre und mir gefiel die Geschichte deswegen weniger gut.

Erschienen ist Silo im Piper Verlag und es ist dort mittlerweile als gesamter Band mit Hardcover für 19,99€ und als E-Book für 15,99€ erhältlich.

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Jahresrückblick

Vorherrschendes Gefühl für 2013?

Zuversicht, dass es stetig aufwärts geht

2012 zum ersten Mal getan?

Klage eingereicht… Das gehört zu den Dingen, auf die man echt verzichten kann.

2012 nach langer Zeit wieder getan?

Weihnachtskekse gebacken, Klausuren geschrieben, Vorlesungen besucht

2012 leider gar nicht getan?

Fotografiert

Wort des Jahres?

Euro-Rettungsschirm – weil die Politiker zum Ende des Jahres hin endlich öffentlich dazu standen, dass es rausgeworfenes Geld war.

Mein persönliches Wort des Jahres?

Berufsunfähigkeitsversicherung – den Grund dafür erkläre ich wohl lieber weit ab der Öffentlichkeit…

Zugenommen oder abgenommen?

Dieses Jahr genau andersrum, erst ordentlich abgenommen, aber mittlerweile wieder fast das Gewicht wieder komplett drauf. :(

Stadt des Jahres?

Köln? :D

Alkoholexzesse?

Ohja, und wie. Einen (!) Cocktail mit Roséwein. Das war der einzige Alkohol, den ich überhaupt getrunken habe.

Davon gekotzt?

Auch wenn mir von dem halben Glas übel war – nö.

Haare länger oder kürzer?

Ungefähr genauso lang wie immer.

Kurzsichtiger oder Weitsichtiger?

Tatsächlich kurzsichtiger.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Deutlich weniger.

Höchste Handyrechnung?

Kurz vor Ablauf meines alten Vertrages ca 40€.

Krankenhausbesuche?

Nur meine Mama und wir somit tatsächlich nur als Besuch.

Verliebt?

Aber natürlich. :)

Getränk des Jahres?

Chai Tee mit Milch!! (Immer noch!!)

Essen des Jahres?

Pfannkuchen

Most called persons?

Meine Mutter

Die schönste Zeit verbracht mit?

Meiner Familie! (Auch unverändert zum Vorjahr)

Die meiste Zeit verbracht mit?

Meiner Familie!

Song des Jahres?

Skyfall von Adele

CD des Jahres?

Himmel auf! von Silbermond

Buch des Jahres?

Level 26

Film des Jahres?

Ziemlich beste Freunde

Konzert des Jahres?

Ich war auf keinem Konzert

TV-Serie des Jahres?

Der letzte Bulle

Erkenntnis des Jahres?

Wenn man am Ende ist und alle Aussicht verloren zu sein scheint, geht es doch wieder aufwärts.

Drei Dinge auf die ich gut hätte Verzichten können?

Rechtsstreitigkeiten, die weiter anhalten.
Hoffnungslosigkeit über die Zukunft.
Anhaltende Geldsorgen, die aus den beiden oben genannten Gründen resultieren, bzw. damit zusammen hängen…

Nachbar des Jahres?

Unsere Nachbarn sind ja leider zu Beginn des Jahres umgezogen. Wenn hier einer Nachbar des Jahres wird, dann sicherlich nicht, weil er besonders nett oder höflich wäre, sondern weil er sich eher ziemlich daneben benommen hat.

Beste Idee/Entscheidung des Jahres?

Nach wie vor die veränderten Prioritäten. Dadurch hatte ich wieder die Energie, mein Studium fortzusetzen.
Und die Entscheidung, nicht selber kämpfen zu wollen, sondern sich (anwaltliche) Unterstützung zu nehmen. Im Kampf David gegen Goliath haben wir alleine keine Chance.

Schlimmstes Ereignis?

Auch dieses Jahr sind wir von wirklich schlimmen Ereignissen verschont geblieben.

Schönstes Ereignis?

Die Zusage für die Umschulung. Denn das hat für uns die Zukunft quasi gerettet. Ohne diese Zusage wäre es aussichtslos gewesen.

2012 war mit einem Wort?

Durchwachsen

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2013

Nachdem ich das Weihnachten schon verpasst habe, wünsche ich allen meinen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr. Auf das 2013 Wünsche in Erfüllung gehen lässt, Gesundheit und Glück mit sich bringt.

Das neue Jahr wird für uns direkt positiv anfangen und wird mit einigen einschneidenden Ereignissen sicherlich sehr aufregend für uns drei. Mal sehen, was alles noch auf uns wartet und ob wir wieder Berge erklimmen müssen um danach entspannt ins Tal zu wandern.

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Fröhliche Weihnachten?

Für viele Menschen auf dieser Welt wird das kommende Weihnachtsfest alles andere als fröhlich sein. Sie müssen ohne einen geliebten Menschen diesen Tag verbringen. Einige haben ihre Angehörigen erst vor kurzem verloren, andere erleben das zum wiederholten Male. Oft ist es „der Lauf der Zeit“, aber manchmal leider auch nicht.

In Köln haben „Eltern“ ein kleines Mädchen so schwer misshandelt, dass es starb. Wenn ich ehrlich sein darf, habe ich gehofft, dass es die Eltern waren, denn andernfalls hätte es bedeutet, dass ein Monster in unserer Stadt unterwegs ist. Für diesen kleinen Engel konnte es wohl nicht schlimmer sein und es bricht mir das Herz, dass eine Mutter das zulassen konnte.

27 Familien in den USA werden das wohl traurigste, einsamste und schlimmste Weihnachten überstehen müssen, wenn sie nicht sowieso noch in einem Schockzustand sind. Mein tiefstes Mitgefühl gilt den Eltern der getöteten Kinder und den Familien aller Opfer dieses furchtbaren Unglücks.

Ich wünsche mir sehr, dass sich so etwas niemals wiederholt. Es gibt nichts grausameres für einen Menschen, als sein eigenes Kind zu verlieren. Es gibt kaum etwas schlimmeres für Kinder, als von ihren Eltern misshandelt zu werden.

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Zeitsprung in die Zukunft

 

Es gibt Tage, an denen ich wach werde, oder auch nur einen Augenblick inne halte, und mich frage, ob ich versehentlich in der Zukunft wieder die Augen öffne. Es ist das Jahr 2012 und entweder ist die Technik schon so weit, wie sie in 50 Jahren sein sollte, oder ich lebe gedanklich manchmal doch noch in den 90ern…

Die Technik, das Internet und das ganze Drumherum machen mir manchmal Angst. Die Geschwindigkeit mit der sich alles verändert, alles voran schreitet, ist rasend und ich komme selbst in meinem relativ jungen Alter oft kaum noch hinterher. Jeden Tag, jede Woche, jeden Monat gibt es neue Dinge, neue Geräte, neue Möglichkeiten, dass ich mich frage, wie die ältere Generation überhaupt noch damit klar kommt. Und wie die jüngere Generation überhaupt noch ohne klar kommen kann.

Ein nettes Beispiel ist unser neuer Fernseher. Ein ganz tolles Gerät, welches wir uns eigentlich nur angeschafft haben, weil ich zu kurzsichtig für das alte bin und dort den Text trotz neuer Sehhilfe nicht mehr lesen konnte. Und weil wir gerade das passende Kleingeld hatten und die Angebote vor Weihnachten sich nur so überschlagen, ist es direkt ein Internetfähiger 3D-Fernseher geworden. Dass wir nun 3D-Filme zu Hause statt im Kino sehen ist zu verkraften. Aber dass wir die Programme nun vom Smartphone aus umschalten können, dass wir die Lautstärke per Handy verändern, ist schon völlig verrückt. Früher hingen die Telefone an einem Kabel, das aus der Wand kam und standen fest an einem Platz, heute sind sie tragbar, Kalender, Mailprogramm, Spielekonsole, Fotoapparat und Fernbedienung in einem und die meisten Menschen ohne sie nicht mehr lebensfähig.

Und wo wir gerade so ein wenig nostalgisch werden, kennt ihr noch Slimey? Dieses glibberige, glitschige, stinkende Neon-Zeug aus der Dose? Ich glaube alle Kinder der 80er haben es gehabt und mit Begeisterung damit gespielt. Vor kurzem ist es mir tatsächlich wieder begegnet, nur diesesMal mit anderem Namen:

Und sogar mit Funktion, abgesehen von der Bespielbarkeit. :D Jetzt ist Slimey also erwachsen geworden und hat den Namen CyberClean. Es riecht auch erwachsener, nach irgendeinem undefinierbaren Desinfektionszeugs.

 

 

Als Spielzeug kann man das nicht wirklich durchgehen lassen, auch wenn mein Sohn es mir schon fast abgeluchst hätte und es gar nicht mehr zurück in die Dose packen wollte. Aber es ist eindeutig mir!
Auf dem Bild sieht es schon ein wenig seltsam und fast eklig aus, aber meine Tastatur hat danach wieder wie neu ausgesehen (was man von dem Zeug hinterher absolut nicht mehr behaupten kann). ;)

 

 

 

 

 

 

 

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Happy Birthday…

 

 

Ich hoffe, es geht Dir gut „da oben“. Wäre schön, wenn Du mich mal wieder besuchen kämst und dann auch mal sprichst. Wenn ich von Dir träume, bist Du immer stumm. Du fehlst mir so unendlich und es ist kaum zu glauben, dass schon das dritte Weihnachtsfest ohne Dich vor der Türe steht.

Ich hab Dich lieb, Papi!

 

 

 

 

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Ein neues Hobby hält Einzug

Seit einem knappen halben Jahr haben wir ein neues, gemeinsames Hobby. Eines, das der ganzen Familie Spaß macht und von dem wir auch immer mal wieder andere begeistern können. Ein paar Freunde teilen dieses Hobby mit uns, einige andere schleppen wir einfach mal zwischendurch mit. Seit Juli zählen wir uns zu den Geocachern, auch Dosensucher, GPS-Schatzsucher oder Tupperdosen-Schnitzeljäger genannt.

Niemals würden wir freiwillig wandern, aber im Zuge einer Cache-Runde laufen wir schon mal gut und gerne 5 oder 6 Kilometer. Selbst bei trübem Wetter gehen wir stundenlang vor die Tür, auf der Suche nach der nächsten Dose. Hilfreich zur Seite stehen uns dabei unsere beiden Smartphones, die dank der App c:geo als GPS-Gerät genutzt werden können und uns ans Ziel leiten. Mit dieser App können wir auch ganz spontan unterwegs nach Caches in der näheren Umgebung suchen oder vor dem Aufbruch die passenden Caches zusammen suchen und speichern. Die richtigen „Profi-Cacher“ nutzen ein echtes GPS-Gerät, wie die Teile von Garmin, aber ich muss ehrlich zugeben, dass mir mein Handy als Allrounder eindeutig besser gefällt. Über c.geo haben wir Zugriff auf alle bei Geocaching.com gespeicherten Caches und müssen nicht alles vom heimischen PC aus planen.

Besonders viel Spaß machen uns als Familie die sogenannten „Multis“, die in ihrer Art schon sehr nah an eine Schnitzeljagd kommen. Bei einigen von ihnen bekommt man im Vorfeld Aufgaben gestellt deren Lösung man unterwegs findet, bei anderen muss man die Stationen suchen und die Rätsel vor Ort lösen um die nächsten Koordinaten zu bekommen. Am Ende eines Multis erwartet einen dann die oft erwähnte „Dose“, die je nach Größe neben einem Logbuch, in das man sich mit Datum und Uhrzeit einträgt, auch ein paar Tauschgegenstände oder manchmal sogar „Travelbugs“ oder „Geocoins“ enthält. Die letzten beiden sind kleine Münzen oder so etwas wie Hundemarken, die von Cache zu Cache reisen und deren Fund man ebenfalls loggen kann.

Das schönste am Geocachen ist, dass man es auf der ganzen Welt machen kann und an Orte kommt, die man ohne dieses Hobby nie gesehen hätte. Im Sommer haben wir an unserem alljährlichen Urlaubsort ein paar Caches gesucht und dabei einen richtig schönen, kleinen Wald entdeckt, von dessen Existenz wir zehn Jahre lang nichts wussten. Auch rund um unseren Wohnort haben wir so schon ganz tolle Ecken gesehen, die uns nicht aufgefallen wären, wenn uns nicht ein Cache dort hin geführt hat. Die Erftquelle, ein Gedenkstein und ein kleines Hexenhäuschen in dem Park, in dem wir etliche Male spazieren waren, eine Aussichtsplatform und ein Moor in „unserem“ Naturschutzgebiet, einen sehr idyllischen Friedhof, … Und noch so viele mehr.

Heute hat uns ein Cache in einen Wald am anderen Ende der Stadt geführt. Es war richtig schön über die Laubbedeckten Wege zu laufen, durch die fast schon winterlichen Baumreihen zu blicken und einen Bach zu überqueren und spontan ein Papierschiffchen dort schwimmen zu lassen.

Das allerbeste war aber, als etwa 50 Meter vor uns urplötzlich drei Rehe über den Weg sprangen. So schnell wie sie aus dem Wald kamen waren sie auch auf der anderen Seite wieder verschwunden. Wir wohnen in einer Großstadt und für uns ist das schon etwas richtig Besonderes, denn Tiere dieser Größe sehen wir sonst nur im Zoo oder im Wildpark.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Und schon wieder Dezember!?!

Die Zeit fliegt nur so dahin, dass es mir manchmal die Sprache verschlägt. Vor zwei Monaten habe ich andere fast schon belächelt, die erzählten, dass sie für die Kinder alle Weihnachtsgeschenke zusammen hätten. Es war noch ewig lange hin bis zum 24. Dezember und Junior hatte bis dahin nicht mal einen Wunschzettel angefangen.

Im November habe ich ihn zumindest schonmal dazu animiert und auch gleich den wichtigen Auftrag erhalten, diesen Zettel gewissenhaft zum Christkind zu bringen. Wenigstens hatte das kleine Menschlein dieses Jahr keine Sorgen, dass das Christkind vielleicht gar nicht wüsste, wo es die Geschenke hin bringen sollte, wenn nur sein Vorname auf dem Zettel steht. Wir musste letztes Jahr also den Nachnamen und die ganze Adresse mit auf den Wunschzettel schreiben.
Dieses Jahr scheint er uns mehr zu vertrauen, dass es schon gut geht und der erste wirklich selbst erstellte Wunschzettel wurde nur mit dem Vornamen unterschrieben.

Wo ich gerade bei selbst erstellt bin: mein Sohn ist nun wahrlich kein Künstler, ganz im Gegenteil. Er fand das Malen bis dato immer „total blöd“ und hat es, so oft er konnte, vermieden. Zwei seiner Wünsche hat er jedoch dieses Jahr tatsächlich mit Buntstift aufs Papier gebracht. Möglicherweise sollte er in seinem Alter schon Bilder malen können, die man erkennen kann, aber ich bin schon schwerst stolz, dass er überhaupt mal ein Bild gemalt hat. Ein echtes, richtiges Bild. :) Zum einen war das ein Auto – unter das ich schreiben durfte, dass er gerne ein HotWheels-Auto hätte, und zum anderen das Bild eines Buches. Aber nicht irgendein Buch, es muss eins vom Drachen Kokosnuss sein. Und er hat sogar einen Drachen auf das Cover gemalt. Er selbst fand sein Werk aber scheinbar echt übel, denn den Tränen nahe bat er mich, unter das Bild zu schreiben, was es darstellen sollte, damit das Christkind das auch wirklich erkennt. Na, das mach ich doch gerne, wenn er sich schon dazu herablässt einen Stift in die Hand zu nehmen.

Und damit wäre ich wieder beim eigentlichen Thema. Es ist Dezember und wir haben noch immer keine Weihnachtsgeschenke besorgt. Ein Buch ist schon da – nach meinem letzten Beitrag über ein personalisiertes Buch habe ich doch recht schnell einen Anbieter gefunden und spontan ein Olchi-Buch gekauft. Aber das andere, so furchtbar wichtige Buch von Kokosnuss muss ich noch besorgen. Und ich habe keinen blassen Schimmer, welches aus dem riesigen Angebot ich nehmen soll. Ob er wirklich NOCH ein Auto bekommt, weiß ich nicht. Seine Kiste ist mehr als hoch voll, was er natürlich ganz und gar nicht so sieht. Wenns nach ihm ginge würde er sein ganzes Taschengeld in kleinen Autos anlegen. Mal sehen, vielleicht nimmt der Nikolaus dem Christkind die Arbeit ab und steckt eins in die Stiefel.

Und weil zwei Bücher doch ein ziemlich mageres Geschenk sind, muss ich mir so langsam aber sicher doch mal ernsthaftere Gedanken machen, was der Zwerg bekommen soll. Denn wenn es in dem Tempo weiter geht wie die letzten zwei Monate vergangen sind, dann ist Morgen schon Weihnachten!

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