Soll das das Leben sein?

Wenn ja, ist es ungerecht, gemein, unfair, …

Vor ein paar Tagen rief meine Ma an – bei ihr hatte ein alter Freund meines Mannes und mir angerufen und wollte mit uns sprechen. So lange haben wir uns schon nicht mehr wirklich gesehen, dass er nicht weiß wo wir seit über zehn Jahren wohnen, geschweige denn unsere Telefonnummer kennt. Er hat seine Nummer hinterlassen und wir sollen uns doch mal melden, da er “nicht mehr lange auf der Erde ist”.

Mein Mann hat dies natürlich sofort getan. Auch wenn der Freund nie der allerbeste war und auch wenn er nicht gerade das ist, was man einen vorzeigbaren Menschen nennt, so war er immer herzensgut und wirklich einfach nur nett. Und er ist es auch heute noch.
Langer Rede kurzer Sinn: er ist krank, schwer krank. Mehr als nur schwer krank, denn er wird tatsächlich nicht mehr wahnsinnig lange Leben. Wenn kein Wunder geschieht, dann wird er vielleicht Weihnachten schon nicht mehr da sein.

Nun haben wir so lange eigentlich keinen Kontakt mehr, aber das Wissen, dass dieser Mensch seinen eigenen Tod vor Augen hat, der Gedanke, dass wir einen Freund während seiner letzten Monate begleiten werden macht mich traurig. Er versucht alle Freunde von früher zu erreichen, möchte gerne die alte Truppe nochmal wieder sehen, am liebsten alle zusammen. Es ist wie ein Abschied, nein, es ist ein Abschied. Von früher, vom Leben, vom Sein. Ein Abschied von seinen Freunden, von den schönen Momenten im Leben, von den alten Erinnerungen. Und es ist traurig. Dass ein so junger Mensch nun sein letztes Lebensjahr antritt. Es ist ungerecht.

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Eltern-Kind-Blogparade – Aufgabe 5

Und wieder kurz vor Schluss folgt mein Beitrag zur aktuellen Aufgabe der Blogparade. Diese Woche geht es wieder um drei Themen:

Gesundheit, Entspannung und Freizeit

Teil 1 – Gesundheit:
Mit der Gesundheit haben wir nur selten Probleme, unser Nachwuchs hat ein ganz hervorragendes Immunsystem und kommt mit allen Infekten hervorragend klar, bzw. lässt sie einfach an sich vorüber ziehen. Er hat vielleicht zwei, drei Mal im Jahr kurz Fieber, mal einen Schnupfen, war aber noch nie ernsthaft krank. Deswegen besteht unsere Hausapotheke auch für ihn eigentlich nur aus sehr wenigen Dingen: Fiebersaft (Ibuprofen) und Fieberzäpfchen (Paracetamol), die es aber erst gibt, wenn das Fieber sehr hoch oder starke Schmerzen den kleinen Prinzen plagen. Ansonsten helfen uns immer “Omas Hausmittel”, bzw. sitzen wir die Krankheiten halt einfach aus. (Was aber nicht bedeutet, dass wir im Zweifelsfall nicht zum Arzt gehen.) Auch homöopathische Mittel kommen bei uns hin und wieder zum Einsatz, dies aber tatsächlich nur sehr selten und auch ausschließlich auf Anraten des Kinderarztes. Für uns sind dies genauso Medikamente wie alle anderen auch, die man nicht wie ein Hausmittel auf eigene Faust benutzen sollte.
Übrigens bewahren wir unsere Medikamente zu Hause in einem abschließbaren Metallschränkchen auf, welches im Bad an der Wand hängt. Darin sind natürlich noch jede Menge Dinge für uns Erwachsene enthalten, wir haben schließlich unsere eigenen Schmerzmittel. ;)

Warum unser Kind so selten krank ist? Gute Frage, möglicherweise weil er sehr lange gestillt wurde, möglicherweise weil wir ihn nie so warm und unbeweglich einpacken wie andere Eltern ihre Kinder und das schon sehr lange so handhaben. Vielleicht weil er wenige Süßigkeiten und viel Obst isst und wir allgemein schon immer sehr auf seine Ernährung achten. Vielleicht aber auch, weil er einfach Glück hatte und sich einfach bei der Verteilung der Antikörper mehrmals angestellt hat? Ich weiß es nicht, ich bin einfach froh, dass es so ist. ;)

Teil 2 - Wellness:
Wellness finde ich unheimlich schwer zu definieren. Ich empfinde es schon als sehr entspannend mit einem guten Buch in der Badewanne zu liegen, oder mich im Winter mit einer Tasse Kaffee und dem Buch in mein Bett zu kuscheln. Früher habe ich Saunagänge sehr genossen, aber mittlerweile fehlt mir das Verlangen danach total. Dafür finde ich es viel schöner bei Sonnenschein durch die Felder und unser angrenzendes Naturschutzgebiet zu laufen oder mit dem Rad zu fahren und die Tiere dabei zu beobachten, Musik zu hören oder einfach der Natur zu lauschen. Ich brauche jedenfalls keine Massagen, keinen Kerzenschein und keine Möchtegern-Wellness-Musik, sondern einfach nur Stille. :)

Teil 3 - Freizeit: Im Moment ist die Freizeitgestaltung etwas schwierig, es ist fast immer zu kalt um raus zu gehen. Nichtmal Schnee gibt es hier und Schlitten fahren fällt aus. Immerhin konnten wir dieses Jahr zum ersten Mal mit Junior auf einem zugefrorenen See spazieren gehen. Aber langsam macht die Kälte keinen Spaß mehr. Dafür haben wir uns kurz nach Weihnachten Jahreskarten für Sealife gegönnt und fahren hin und wieder mal dorthin, am liebsten unter der Woche wenn es nicht so voll ist. 2009 hatten wir sogar Jahreskarten für unseren Zoo und haben viele schöne Tage dort verbracht. Aber auch so fahren wir immer mal wieder dort hin, wenn das Wetter nicht ganz schlimm ist.
Bei trockenem Wetter fahren wir gerne auf einen der vielen tollen Spielplätze in der Stadt, auf denen Junior dann Schaukeln, Klettern oder Rutschen kann. Sehr schön bei uns in der Nähe ist auch der Forstbotanische Garten, ganz besonders im Frühjahr wenn die Büsche und Bäume Blüten in allen erdenklichen Farben tragen.
Oder wir schwingen uns alle drei aufs Fahrrad und düsen durchs Naturschutzgebiet oder hängen die Räder ans Auto (Fahrradträger auf Anhängerkupplung sei Dank) und starten eine Radtour direkt am Rhein.

Hach, ich kann es kaum noch erwarten, dass die Temperaturen endlich steigen und wir endlich wieder viel Zeit draußen verbringen können. Im Moment ist es einfach nur ungemütlich und unspaßig.

Und wie jede Woche – die Sponsoren:

Wellnessium.de, ein Wellness- und Gesundheitsportal, verschenkt in dieser Woche 3 Amazongutscheine
Bergfreunde.de, ein Onlineshop für Outdoor-Bedarf sponsort einen ganz tollen Kinderrucksack von Deuter Pflasterkoffer.de beteiligt sich mit dem Pflasterkoffer Multimax

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Eltern-Kind-Blogparade 4

Und wieder ist eine Woche rum, wieder bin ich kurz vor knapp damit beschäftigt die aktuelle Aufgabe zu erledigen. Diese Woche geht es bei testmama.de ums Sparen, ganz genau:

Geld, Zeit und Nerven sparen mit Kindern – Tipps & Tricks

Da mir leider ein wenig die Zeit fehlt und irgendwie auch ehrlich gesagt die Ideen, fasse ich mich diese Woche etwas kürzer als sonst. Ich hoffe Testmama ist kein Erbsenzähler (hähä - eingebaut!) und sieht mir den kürzeren und unausführlicheren Beitrag nach.

Geld sparen: schaffen wir, indem wir Kleidung für den kleinen Prinzen beim Discounter, im Angebot oder auch gerne auf dem Flohmarkt kaufen. Leider wird es mit zunehmender Größe immer schwieriger gebrauchte Kleidung zu bekommen und wir müssen immer mehr neu kaufen, aber ich empfinde es schon als sparen lieber auf die Optik der Kleidung zu achten, als auf Marke oder herausragende Qualität. Die Hosen überleben ein Kindergartenjahr oft eh nicht, deswegen muss es kein Mexx oder Esprit sein, es reicht auch Aldi oder C&A. Außerdem gibt es bei uns (noch?) kein weiteres Kind, welches die Kleidung auftragen könnte.

Zeit sparen: Hm, ganz ehrlich? Brauchen wir nicht. Ich bin Studentin und habe sehr flexible Schul- und Arbeitszeiten und muss bisher nicht um 8 Uhr in der früh irgendwo hin hetzen, so können wir uns morgens alle Zeit der Welt lassen um Richtung Kindergarten zu starten. Selbst meine bisherige Arbeitsstelle war extremst flexibel und ich konnte fast anfangen, wann ich wollte, musste dafür halt länger arbeiten. Wir haben aber auch kein “Trödelkind”, sondern einen sehr lieben kleinen Prinzen, der eigentlich immer recht flott angezogen ist. Diskussionen am Morgen gibt es bei uns auch nie, deswegen ist alles sehr entspannt.

Nerven sparen: Mein Thema. ;) Meine Nerven lagen dank einer unerkannten postpartalen Depression oft mehr als blank und es war nicht möglich sie zu schonen (oder zu sparen). Geholfen hat in dem Fall eindeutig meine Therapie, dank derer ich ein anderer Mensch bin und dank derer ich einfach weiß, dass meine Nerven keine Drahtseile, sondern Nylonfäden sind. Ich kann damit mittlerweile umgehen und schone (spare) meine Nerven durch eine meiner guten Eigenschaften: Geduld! Ich bin so geduldig und verständnissvoll, kann mich gut in meinen Sohn hineinversetzen, dass ich wesentlich gelassener bin und meine Nerven dadurch tatsächlich “spare”.

 

Die Sponsoren werden natürlich wie jede Woche auch erwähnt:
1. Sparbaby, eine Seite die helfen kann beim Shoppen im Internet gutes Geld zu sparen, beteiligt sich an der Blogparade mit einem Original Steiffteddy!
2. Tagesgeldkonto, ein Vergleichsportal für – man glaubt es kaum – Tagesgeldkonten lässt zwei Amazongutscheine in Höhe von 25€ springen.
3. Bigbellybank, Hersteller und Vertreiber der wohl genialsten Spardose der Welt in Form eines Dinos, sponsort ganz genau diese. Die ist sooooo toll!!!!!

Leider werden diese Woche keine Lose aufgeteilt, ich würde meinde definitiv auf die Spardose setzen, um die ich schon seit Wochen schleiche.

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Eltern-Kind-Blog-Parade 3

Woche drei ist fast rum und ich “löse” diese Aufgabe wieder mal auf den allerletzten Drücker. Ich denke es gibt auch ziemlich gute Gründe dafür, denn diese Woche wird mein Artikel ausnahmsweise mit ein paar Fotos gespickt sein. :) Das Thema bietet sich dafür an.

“Es war einmal ein Buch” – Bücher damals und heute, Erinnerungen wecken und weiter geben.

Das ist unser Thema! Wir, also zumindest der kleine Prinz und ich, sind absolute Leseratten. Eine Welt ohne Bücher wäre für uns sehr trostlos und langweilig und wir lieben es sehr zu lesen, vorzulesen und zuzuhören. Okay, die letzten beiden Punkte sind recht einseitig, denn ich lese vor und der kleine Prinz hört zu, aber da er selber anfängt das Lesen zu lernen wird sich das vielleicht bald ändern.

Ich selber habe angefangen ganze Bücher zu lesen, als ich gerade eingeschult war. Erinnern kann ich mich noch gut an die Pitje Puck-Bücher und an die Leselöwen-Reihe von der schon einige Exemplare in das Bücherregal im Kinderzimmer gewandert sind. Vorher haben mir natürlich meine Eltern vorgelesen und das nicht gerade wenig. Jeden Abend gab es eine Geschichte zum Einschlafen und auch über den Tag immer mal wieder. Meine Lieblingsbücher als Kind waren “Die Himmelswerkstatt” und “TaoTao“. Beide Bücher existieren zum Glück noch, denn die Himmelswerkstatt ist nirgends mehr zu bekommen. Mein Sohn liebt diese Geschichte genau so sehr wie ich, aber für ihn ist es immer wieder etwas Besonderes, da das Buch nach wie vor bei Oma ist und auch erst Mal bleibt. Der Zustand ist mit den Jahren nicht besser geworden. ;) Außerdem erinnere ich mich noch an ein Buch, welches ich von meiner Omi bekommen habe und welches mittlerweile in Juniors Regal steht und immer wieder zum Einsatz kommt: “Die Kükenschule“. Das ist eine Sammlung einiger sehr schöner Geschichten, zum Beispiel über das Schuljahr in der Kükenschule oder einen kleinen Ausreißer der die Straße runter läuft anstatt nach Hause zu gehen und den Rückweg nicht mehr findet, über eine kleine Puppenmutti die sich verkleidet wenn die Mama aus dem Haus ist, … Und ein weiteres Buch “Großmutter erzählt” in dem ganz viele lange und kurze Geschichten und Gedichte, teilweise völlig verdreht und verrückt aber auch sehr lehrreich und alltäglich, sind.

Juniors Bücherregal quillt aber zugegebenermaßen so langsam über, aber es fällt uns sehr, sehr schwer uns von Büchern zu trennen. Die Babybücher haben wir mittlerweile aussortiert, unter anderem das sehr schöne “Wenn kleine Tiere müde sind“, welches so ziemlich die erste Gute-Nacht-Geschichte gewesen sein dürfte, die wir Junior vorgelesen haben. Dafür steht “Der kleine Igel mit der roten Mütze” aber immer noch im Regal, obwohl es ein Baby-Weihnachtsbuch ist.

Und so sieht es aus, das obere der beiden Regalbretter

Da es auch ein wenig darum gehen soll seine eigenen Bücher zu empfehlen, erzähle ich einfach mal, welche Bücher sich in Juniors Regal wieder finden.

Das linke ist ein Klappbuch, welches zum Schiff wird, mit dem man die Geschichte der Arche nachspielen kann. Es gibt gute Gründe, warum unser Sohn dieses Buch zum Geburtstag bekommen hat. ;)
Daneben drei Tiptoi-Bücher, die hier immer noch hoch im Kur stehen. Besonders das Musik- und Straßenverkehrbuch, welche ich wirklich sehr interessant und lehrreich finde.
Das bereits erwähnte Buch “Großmutter erzählt” und daneben vier Ravensburger Sammelbände. Das sind normalerweise die Quelle für die abendliche Geschichte, nur sehr selten wird davon mal abgewichen. Daneben stehen noch ein paar Wimmelbücher von denen wir uns noch nicht trennen können und weiter das Buch “Ich geh doch nicht mit jedem mit”, welches unserer Meinung nach eines der besten ist um dem Kind zu erklären, dass man nicht mit fremden oder auch bekannten Menschen mitgehen soll.
“Das Große Buch zum Lesen und Lachen” ist noch ein Überbleibsel aus meiner Kindheit und ist voll von lustigen, schönen und interessanten Geschichten. Ins Auge fällt etwas weiter rechts noch das rote Eltern-Buch, das man aiuch als Sammelband durchgehen lassen kann. Darin ist zum Beispiel die etwas traurige Geschichte vom kleinen Penukel oder die sehr lustige vom Plappagei, die meinen Sohn immer wieder zum Lachen bringt. Ein Stück weiter, leider kaum zu erkennen, steht ein Buch mit der Aufschrift “Hinter eines Baumes Rinde…”, es ist ein Sammelband einiger Gedichte von Heinz Erhardt, unter anderem das Titelgedicht. Gefunden habe ich es leider erst nach dem Tod meines Vaters, dessen absolutes Lieblingsgedicht es war. Und das vorletzte Buch rechts ist “Mein erster Naturführer”. Da wir direkt neben einem Naturschutzgebiet wohnen nutzen wir das Buch immer mal wieder um zu sehen, wer alles dort lebt und welche Pflanzen man sehen kann. (Und ganz nebenbei welche essbar sind und ob es für Marmelade reicht.)

Und so sieht der untere Regalteil aus, in dem sich die kleineren Bücher befinden:

“Meine ersten Bibelgeschichten” ist ein sehr farbenfrohes Pappbilderbuch mit den wichtigsten Geschichten der Bibel. Das Dudenbuch war hier lange Zeit der Renner, da das Interesse des kleinen Prinzen an Buchstaben fast unermüdlich war. Die beiden WWW-Bücher sind eher eine Ausnahmeerscheinung, ich konnte mich nie so recht damit anfreunden, dass die Klappen und beweglichen Teile so schnell unansehnlich werden. Junior mag sie aber trotzdem. Daneben stehen fünf Bände Wissensbücher von Aldi (es gibt sie bald wieder bei Aldi Süd) in denen recht kurz aber deutlich und mit vielen Bildern die Themen erläutert werden. Zum Vorlesen nicht unbedingt geeignet, aber zum gemeinsamen Lernen auf jeden Fall.  Und daneben, das karierte, ist eines meiner Lieblingsbücher: Tilda Apfelkern und ihre Geschichten aus dem Heckenrosenweg. Leider mag mein Sohn dieses Buch nicht sooo sehr und wir haben es innerhalb der anderthalb Jahre, seit wir es besitzen noch immer nicht ganz durchgelesen. Weiter rechts (rechts neben dem etwas dickeren roten) stehen Leserabe-Bücher, die mein Sohn mehr als toll findet, da wir sie schon lange gemeinsam lesen können. Ich den Text und er die Bildchen, die einzelne Wörter im Text ersetzen.

Wenn ich den Blick über die beiden Regalfächer schweifen lasse stelle ich fest, dass wir dringend nochmal aussortieren und Platz für neue Bücher schaffen müssen. Erst Recht, da diese Stapel noch längst nicht alles sind und wir immer und immer wieder einen ganzen Haufen Bücher aus der Stadtbücherei anschleppen. Aktuell ist es “nur” eins: “Märchen für mutige Jungs”. Ein Buch voller Märchen aus der ganzen Welt, von denen man größtenteils noch nie etwas gehört hat, die aber nicht weniger schön sind als die bekannten Grimm- oder Andersen-Märchen.

Meine Bücherregale gibt es leider nicht zu sehen, da sie aus Platzmangel auch als Kramregale dienen und völlig unordentlich sind (von den von mir mit Büchern belegten Fächern mal abgesehen, die sind sehr akkurat eingeräumt). Wenn ich den Platz hätte, dann hätte ich wohl ein riesiges Bücherregal im Wohnzimmer, in dem alle meine und Juniors Bücher untergebracht werden. Irgendwann werden wir das auch machen.

 

Und wie jede Woche sollen die Sponsoren natürlich nicht unbenannt bleiben:
Gobo-Kinder, die diese Woche drei Päckchen mit Baby-Stoffbüchern spendieren, der Coppenrath-Verlag, von dem sich die Teilnehmer über zwei Jugendbücher freuen dürfen und Shopclever, mit drei 10€-Gutscheinen für Groupon dabei. Leider ist für uns diese Woche nicht wirklich etwas dabei, aber das macht überhaupt nichts, da ich zum Einen in der letzten Woche eine der glücklichen Gewinnerinnen war und es noch so viele Teilnehmer gibt, die auf jeden Fall Kinder im richtigen Alter für die Bücher haben! Und denen wünsche ich an dieser Stelle viel Glück für die Verlosung.

 

 

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Adieu Google!

Mir reicht es! Und zwar sowas von eindeutig! Von Facebook halte ich mich schon seit einer halben Ewigkeit fern. Mein Konto existiert zwar noch, weil mir der Löschvorgang dort so schwierig gemacht wird und ich es gerne als Kontaktmöglichkeit zur Familie behalten möchte, aber es gibt dort von mir keinerlei persönliche Daten, die über meinen Namen hinaus gehen. Ich bleibe auch nie dort angemeldet und habe noch nie den “Like-Button” genutzt. Ich finde, dass man mittlerweile mit Facebook ganz gut umgehen kann und auch halbwegs die Kontrolle darüber behält, was im Internet steht.

Aber nun kommt Google daher und berichtet freudestrahlend, dass man alle Dienste miteinander verknüpfen möchte. Nebenbei wird erwähnt, dass unter anderem Google-Mail mitgenutzt wird um Werbung besser auf eine Person zuschneiden zu können. “Personen-bezogen Werbung” also. Alleine bei dem Wort bekomme ich schon die Krise. Ich möchte keine Werbung von Schulranzen sehen, nur weil ich irgendwo in einem Forum auf einen Link zu Schulranzen geklickt habe. Ich möchte auch wirklich nicht das Neueste der Apotheken sehen, nur weil ich aus Interesse danach gesucht habe wo ich die nächste Apotheke finde. Überhaupt, dass Google-Mail und die Suche miteinander verknüpft werden sollen finde ich seltsam. Die Gerüchteküche brodelt und behauptet, dass man in Zukunft Werbung von Stockholmer Hotels sehen wird, wenn man per Mail einen Urlaub in Schweden plant. Liest Google Mails?? Und warum sollte ich mir unbedingt bei Youtube Videos über Kreuzfahrtschiffe ansehen wollen, wenn ich nach News zu den aktuellen Vorfällen der Costa Concordia suche? Was geht Google mein Wohnort an und wieso muss mein Handy mit Google+1 in Verbindung stehen?

Ich finde diese Entwicklung mehr als bedenklich. Ich fand es schon erschreckend, als die “augmented reality” auf den Markt kam, es macht mir Angst, dass jeder, der an mir vorbei läuft ein Foto von mir machen und im Internet nach meinen Daten suchen kann. Wie weit sind wir noch von der perfekt vernetzten Welt entfernt, ab wann weiß jeder alles über den anderen? Wann sind wir alle völlig gläsern und wann weiß jeder Freund und Feind, wo wir uns gerade aufhalten? Nimmt das überhaupt kein Ende mehr?

Am meisten Angst habe ich ehrlich gesagt davor, dass mein Sohn größer und selber bei Google, Facebook und Co. unterwegs sein wird. Mangels eigener Erfahrung werde ich ihn dann nicht vor den Datenkraken schützen können. Ob es meinem Vater damals genau so ging, als das Internet für jeden erschwinglich wurde? Zu Hause, also bei meinen Eltern hatte ich nie Internet. Lag es daran, dass es meinem Vater zu unsicher war?

Ich habe heute kurzerhand mein Google-Konto überarbeitet, einige Dinge dort gelöscht, den Google-Reader deaktiviert und alle meine Feeds dort gelöscht und auch mein Adsense-Konto existiert nun nicht mehr. Auch Google-Chrome wird von meinem Rechner verschwinden, nur mein Handy mit Android kann ich leider nicht ersetzen. Mag alles etwas überstürzt klingen, aber wenn man mir keine Wahl lässt, ob ich der Verwendung meiner Daten zustimme, ziehe ich daraus eben die Konsequenz und nutze Alternativen. Die gibt es ja glücklicherweise zu Hauf. Adieu Google!

Wie steht ihr zu dem Thema? Ist es euch völlig egal, was Google und Co von euch wissen oder seid ihr genau so besorgt? Wie geht ihr in Zukunft mit Google um?

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Teile es, wenn Du es magst!

Lange habe ich nach dezenter, unaufdringlicher Werbung gesucht, nach einem Werbeanbieter bei dem ich selber wählen kann, was ich in meinem BLog zeige und was nicht. Und endlich habe ich einen gefunden.
Shareifyoulike bietet Content für Blogs, Facebook oder ein Twitter-Profil. Man kann sich ziemlich einfach registrieren und direkt im angebotenen Content umsehen. Sobald der “Channel” (also der Blog, Facebook-Profil, etc.) freigeschaltet wurde kann man das, was einem gefällt auch direkt einbinden und mit dem Verdienen los legen.
Ach, was Content ist? Na, zum Beispiel Filmtrailer, Videos, Apps, … Es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

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Eltern-Kind-Blogparade Aufgabe 2

Diese Woche fehlte mir eindeutig die Zeit und Lust den  zweiten Beitrag zur Blogparade zu verfassen. Erst Recht weil es ein doch sehr persönliches Thema ist und ich immer noch nicht sicher bin, was ich hier gerne Preis geben möchte.

Das Motto diese Woche lautet:

Wie alles begann - Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit 

Hm, wie soll ich da anfangen? Mit dem Wunsch nach einem Kind vielleicht? Dieser hatte sich immer mal wieder gemeldet, aber ebenso schnell meist wieder in der Tiefe der Vernunft verkrochen. Bis irgendwann wirklich die Zeit da war, in der auch die Vernunft sagte “jetzt oder nie mehr”. Schon einen Zyklus später war der Schwangerschaftstest positiv und das Chaos in der Gefühlswelt nahm seinen Lauf…

Unser Sohn ist ein Wunschkind, das ist überhaupt keine Frage, aber ich hätte absolut nicht erwartet so unter einer Schwangerschaft zu leiden. Noch heute höre ich die vielen gut gemeinten Ratschläge “Sie müssen sich nur daran gewöhnen” oder “Du bist schwanger, das ist doch toll” in meinem Kopf nachhallen, aber niemand konnte auch nur im Ansatz erahnen, was überhaupt in mir vorging. Ich war krank, auch wenn schwanger sein eigentlich keine Krankheit ist. Ich litt fast die gesamte Zeit der Schwangerschaft an Depressionen. Das war zeitweise so schlimm, dass ich mir das Leben nehmen wollte um aus diesem Zustand zu fliehen. Am ersten Tag der 13. Woche war es besonders schlimm, denn damit war ein Abbruch der Schwangerschaft auf legalem Wege nicht mehr möglich. Nein, es wäre niemals für mich in Frage gekommen mein Baby zu töten, zumindest nicht so lange ich gesund war und so lange meine Gedanken normal waren. Doch während dieser Depression war überhaupt nichts mehr normal. Ich war nicht in der Lage mein Baby als solches anzunehmen, es war für mich ein Fremdkörper und ich wollte einfach nur, dass es aufhört.

Dieser Zustand dauerte wohl etwa bis zur 30. Woche an, zwischendurch gab es mal kurze Momente, in denen ich mich wirklich darüber freuen konnte ein Baby zu bekommen, aber die meiste Zeit war grausam. Während andere Frauen freudig jedem erzählen, dass sie schwanger sind, habe ich es geheim gehalten. Ich wollte es niemandem erzählen, ich wollte es selber nicht wissen. Ich wollte es verdrängen und einfach nicht mehr daran denken. Als ich dann die ersten Bewegungen spürte war das für mich ein Alptraum. Andere Frauen lächeln vor Verzückung, ich habe geweint, weil ich es somit nicht mehr verdrängen konnte. Als das Baby größer wurde und die Bewegungen auch von außen sichtbar, fand ich das einfach nur furchtbar und habe mich umso mehr versteckt. Erst ab dem dritten Trimester der Schwangerschaft konnte ich mich wirklich auf unseren Sohn freuen, konnte mich endlich damit anfreunden ein Baby zu bekommen, konnte endlich liebevoll meinen Bauch streicheln und die Spieluhr darauf legen, konnte mit meinem Baby reden und ihm endlich die Liebe geben, die er die Monate davor nicht bekommen hat.

Wenn ich jetzt darüber nachdenke, kommen mir die Tränen, denn es tut mir so leid, dass ich mein Baby erst so spät annehmen konnte. Ich habe ein furchtbar schlechtes Gewissen, obwohl ich das nicht haben muss, denn meine Hilfeschreie waren deutlich genug. Ich habe meiner Ärztin damals klar gesagt, dass ich glaube an Depressionen zu leiden, aber es wurde nicht ernst genommen. Trotzdem würde ich gerne die Zeit zurück drehen und meinem Baby auch schon früher das Gefühl geben geliebt und willkommen zu sein. Denn immer, wenn ich lese, dass ein Ungeborenes spüren kann, wie die Mutter sich in der Schwangerschaft fühlt, ist es für mich ein Stich im Herzen…

Immerhin ging es dann im dritten Trimester steil bergauf und alles, was mit Babys zu tun hatte, hat mir endlich Spaß gemacht und ich konnte die Zeit endlich genießen. Die Zimmereinrichtung, die Namenswahl, das Einkaufen waren auf einmal völlig selbstverständlich und richtig toll. Und mit dem Tag der Geburt wurde es direkt noch viel besser. Dieses kleine Bündel Mensch, welches nach nur 7 Stunden Wehen auf meinem Bauch lag, war mein Sohn, mein Baby, mein Ein und Alles. Und das ist er auch bis heute geblieben. Der wichtigste Mensch auf der Welt, der Mensch für den ich mein eigenes Leben geben und für den ich auf alles verzichten würde. Der Mensch, der mir einfach alles bedeutet und den ich so sehr liebe, dass es schon weh tut. Der Mensch, auf den ich so unglaublich stolz bin und der mein Herz aufblühen lässt. So ein kleiner Mensch, der einem immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert und einem jeden Tag zeigt, dass das Leben lebenswert und schön ist. Der einem zeigt, was man schon immer geahnt aber nie gewusst hat, der einem die Welt aufs Neue beibringt. Und der Mensch, für den alles perfekt und sicher ist, solange man selber da ist um ihn zu beschützen.

 

Zu guter Letzt möchte ich gerne wieder die Sponsoren dieser Woche erwähnen, wer “einfach mal so” ein paar Geschenke spendiert soll schließlich nicht unerwähnt bleiben.

Zum Einen ist das diese Woche Nuby, die vier Überraschungssets für Babys ab 6 Monaten verschenken, in denen zwei Trinklernbecher und Schüsselchen enthalten sind. Außerdem Babystrauss, einem Anbieter für besonders niedliche Geschenke zur Geburt. Der Name verrät es schon fast – der Anbieter fertigt aus Babykleidung “Blumensträuße” oder auch Lollies, dabei werden nur Textilien aus Baumwolle nach ÖkoTex-Standard 100 bzw. mit dem Siegel “Textiles Vertrauen” verwendet. Babystrauss sponsort einen Babylolli.
Der dritte im Bunde ist diese Woche Spielwelt, ein Onlineshop für Spielwaren aus so ziemlich allen Bereichen, sei es nun Playmobil, Lego, Carrera oder auch Gesellschaftsspiele. Spielwelt steuert für die Wochenaufgabe 3 Gutscheine á 25€.

Um es erwähnt zu haben: Da mein Sohn deutlich dem Babyalter entwachsen ist setze ich meine Lose selbstverständlich auf Spielwelt. :)

 

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…der weiße Nebel…

Auch wenn der Blick aus dem Fenster irgendwie bedrückend wirkte, war es doch eine einzigartige und eigenartige Stille draußen. Sogar die Sonne ist fern geblieben und war nur als weiße Scheibe am Himmel zu erahnen.

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99 Fragen – Antwort 11-20

11. Deine Glückszahl?
Eine Zeit lang war es die 13, aus dem Grund, dass ich diese Verurteilung zur Unglückszahl nicht durchgehen lassen wollte. Wenn die 13 angeblich so vielen Mensch Unglück bringt muss es schließlich jemanden geben, dem sie auch mal gut gesinnt ist. Außerdem die 8, da davon in dem Datum meines Geburtstages so viele vorkommen und mein 8. Geburtstag sogar VOLL davon war. (Dass es an dem Tag ein Unglück in Rammstein gab, lassen wir mal lieber außen vor.)

12. Was sind die seltsamsten Namen die du je gehört hast?
Davon gibt es garantiert eine ganze Menge. Besonders seltsam finde ich einige niederländische Vornamen, zum Beispiel Boudewijn (ein älterer Vorname) oder Arjen (wobei der nur gewöhnungsbedürftig ist, aber eigentlich geht)., aber auch Elwood als englischer Vertreter. Seltsame deutschsprachige Vornamen fallen mir spontan nicht ein, was aber sicherlich daran liegt, dass man die einfach gewohnt ist und nur die fremden Namen seltsam klingen.

13. Worauf schaust du beim anderen Geschlecht zuerst?
Das hat sich im Laufe der Jahre witzigerweise überhaupt nicht geändert, es sind nach wie vor die Augen und Hände. Wenn ich in den Augen versinken kann, weil sie so unglaublich schön sind, hat der Mann schon fast gewonnen (wäre ich nicht verheiratet *lach*).

14. Welche Farbe hättest du wenn du eine Kreide wärst?
Dann wäre ich eine Mischung aus Blau und Türkis, Ozeanblau, Petrolblau oder wie auch immer man die Farbe nennen mag. Ich liebe diese Farbe und würde am liebsten unsere ganze Wohnung so streichen. Zwei Mal haben wir schon versucht genau die Farbe zu mischen, zwei Mal ist ein viel zu helles Blau dabei heraus gekommen. Vielleicht klappts beim nächsten Renovierungsversuch ja. :)
Ich hatte sogar schon mal meine Haare zum Teil in der Farbe getönt, das war unglaublich schön und ich würde es zu gerne mal wiederholen. :) Vielleicht traue ich mich dieses Jahr mal wieder.

15. Trägst du eine Brille?
Theoretisch ja, praktisch nutze ich seit mittlerweile 16 Jahren Kontaktlinsen. Meine Brille hat mich schon als Teenager extrem genervt und meine Eltern waren damals wirklich großartig und haben mir erlaubt (damals sehr günstige) Kontaktlinsen vom Optiker zu testen und sie mir sogar bezahlt. Ich war damals 15 und hatte natürlich noch kein eigenes Einkommen. Eine Brille wäre für meine Eltern definitiv günstiger gewesen, aber da mein Papa selber Brillenträger war, hatte er wohl Verständnis für mich.
Inzwischen sind meine Linsen aber um einiges hochwertiger geworden und gleichen meine Sehkraft soweit aus, dass ich auf beiden Augen trotz Astigmatismus auf über 95% komme. Außerdem sind es Tageslinsen, da ich im Jahr 2002 zwei Mal an einer Hornhautinfektion litt und seitdem Monatslinsen aus hygienischen Gründen nicht mehr für mich in Frage kommen. Es ist ein ganz schön teurer Spaß, eine Laserkorrektur wäre mittlerweile sicherlich günstiger als der Betrag, den ich in den letzten 10 Jahren für die Linsen ausgegeben hätte, aber ich habe viel zu viel Angst noch schlechter zu sehen oder in der Dunkelheit noch mehr Probleme zu haben, weswegen ich auf eine OP gut verzichten kann.

16. Hast du eine Lava-Lampe?
Ich hatte mal eine, als sie so “IN” waren, aber irgendwann sah der Wachs im Wasser richtig übel zerfetzt aus, dass sie im Müll gelandet ist. Allerdings besitze ich immer noch eine “Flitterlampe”, in der statt Wachs Alufolienstückchen schwimmen und die so viel schönere Lichteffekte an die Wand zaubert.

17. Wie war Dein Wochenende?
Hm, ruhig und entspannt, da Junior ausgeschlafen hat. Aber das ist eine echt doofe Frage, die man ja jede Woche aufs Neue beantworten müsste. ;)

18. Nenne ein Wort mit “W”!
Wasser… (Und wie soll ich da jetzt mit mehr als einem Wort drauf antworten? Wasser fällt mir grad ein, weil ich Durst hab?)

19. Vier Serien im TV die du magst!
Die Frage ist fast schon gemein. Ich gucke sehr wenig Fernsehen und dann eigentlich fast immer Filme. Serien nur seltenst, da mich meist daran stört, dass man sie jeden Tag gucken müsste um das Geschehen nachvollziehen zu können. Und wenn ich doch mal bei einer Serie hängen bleibe ist es meist Bones oder irgendeiner der 100 CSI oder CIS-Dinger.

20. Wenn du jemanden treffen könntest, wer wäre das?
Hmmmm…. Jetzt muss ich echt überlegen, wen ich treffen wollen würde. Schauspieler? Nö. Musiker? Hm, nö. Den Dalai Lama? Nö. Ne, sorry, mir fällt jetzt tatsächlich niemand ein, mit dem ich gerne mal einen Kaffee trinken gehen würde.

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Die anonyme Persönlichkeit! Die persönliche Anonymität?

Im Internet scheint es für den einen oder anderen eher schwierig zu sein, ein gewisses Maß an Anonymität zu wahren. Einigen ist es fast egal, was die halbe Welt lesen kann, andere sind sehr gewissenhaft im geheim halten ihrer Identität. Ich befinde mich wohl irgendwo in der Mitte. Es gibt Dinge, die ich ohne Bedenken im World Wide Web veröffentliche und andere, die ich aus verschiedenen Gründen nicht veröffentlicht haben möchte.

Zur letztgenannten Kategorie gehören Fotos aller Art, besonders die meines Sohnes. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum Einen weiß ich natürlich nicht, was er selber in einige Jahren davon halten würde, seine Kinderfotos im Internet zu finden oder wenn im schlimmeren Fall seine Mitschüler die Fotos sehen würden, zum Andere habe ich einfach schon die verrücktesten Sachen im Internet erlebt. Beispielsweise hat eine Frau sich von einer Website Kinderfotos kopiert und aus diesen ihre eigene Homepage gebastelt, die völlig fremden Kinder als ihre eigenen ausgegeben und eine komplette Lebensgeschichte drumherum gedichtet, inklusive aller Krankheiten und Eigenschaften der Kinder. Ich glaube, ich würde durchdrehen, wenn irgendjemand die Fotos meines Sohnes so verwenden würde.

Aus diesem Grund werde ich auch sehr schnell sauer (zuweilen aggressiv), wenn “bekannte” Menschen Fotos meiner Familie machen und ohne mein Einverständnis im Internet veröffentlichen. Leider ist der Begriff des Rechtes am eigenen Bild nicht jedem geläufig und ich hatte deswegen schon einen handfesten Streit mit einem entfernten Bekannten. Ich weiß sehr wohl, dass ich nicht der Nabel der Welt bin und es vermutlich kaum jemanden gibt, der überhaupt Interesse an mir oder meiner Familie hat, aber das Wohl meines Sohnes steht für mich eben über allem anderen und das versuche ich auch für die Zukunft zu bewahren.

Ich möchte auch nicht, dass jemand meine Geschichten in meinem Blog irgendwie mit mir persönlich oder meiner Familie in Verbindung bringen kann, weswegen ich hier niemals reale Namen nutze (ja, ich weiß, das Impressum… ). Es wäre mir selber sehr unangenehm, wenn jeder in meinem Umfeld wüsste, was ich im Internet von mir gebe, zumal ich in einem Dorf wohne und da wird bekanntermaßen auch gerne mal getratscht. Natürlich könnte ich einfach komplett darauf verzichten hier etwas zu schreiben, aber dieser Blog ist mein Hobby, meine Meinungsäußerungsplatform und ich halte es eben einfach so, dass ich im realen Leben niemandem von dieser Website erzähle. Würde ich nun unsere wirklichen Namen nennen, die in der Kombination vermutlich seltener sind als “Markus, Tanja, Jasmin und Lukas” (um es mal als Beispiel zu nennen), wäre es dank Google vermutlich zu einfach hier zu landen. Wobei mein voller Name glücklicherweise ein Allerweltsname ist, den neben mindestens einer (halb-)Berühmtheit auch diverse Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen tragen, so dass man mich persönlich fast überhaupt nicht in Google finden kann. Nicht mal in Kombination mit meinem Wohnort. Aber egal, sicher ist sicher.

Nun fragt man sich vermutlich mittlerweile, was ich denn überhaupt freiwillig über mich im Netz stehen lasse um nicht als Anonymous verloren zu gehen und irgendwie einen persönlichen Bezug zu meinen Lesern zu behalten. Nun, jeder darf gerne wissen, wo meine Heimat ist, denn die Stadt ist groß genug mit ungefähr 1 Million Einwohner und Köln darf eh nicht unerwähnt bleiben. Jeder darf wissen, wie alt ich bin (ob ich das in zehn Jahren auch noch sage?), seit wann ich verheiratet bin, dass ich einen Sohn habe, seit einer gefühlten Ewigkeit studiere, zwei alte Katzendamen versorge, in einer Mietwohnung lebe, …. Naja, Allerweltswissen eben. Jemand, der mich persönlich im realen Leben gut kennt, würde vermutlich auch aus den Eckdaten schließen können, wer ich bin, wenn er denn überhaupt zufällig über diesen Blog stolpert. Aber das wären dann so viele Zufälle auf einmal, dass ich das wohl ausblenden kann.
Vielleicht fragt sich jetzt der eine oder andere, warum ich überhaupt in der Zeit so “penibel” wurde um meine (unsere) Anonymität zu wahren. Das lässt sich wohl relativ einfach (aber garantiert nicht kurz) erläutern. Ich blogge schon deutlich länger als ich diese Blog mein Eigen nennen darf. Ich glaube angefangen habe ich ungefähr 2004 oder 2005, damals bei einem anderen Anbieter und natürlich völlig “geheim”. Da damals für mich keine Impressumspflicht bestand konnte ich unter meinem damaligen Pseudonym frei von der Leber weg schreiben, was mich bedrückte, nervte, ärgerte … Eine ganze Zeit lang hielt ich es auch so, dass niemand aus dem wirklichen Leben die Adresse zu meinem Blog bekam, aber irgendwann machte ich eine einzige Ausnahme und gab einer Klassenkameradin (die ich fast für eine Freundin hielt) die Adresse und das Passwort (der Blog war vollständig damit geschützt). Ich hatte mich in der Zeit ziemlich über einen weiteren Klassenkameraden geärgert und mich in meinem Blog darüber ausgelassen. Wie gehabt anonym, ich nannte keine Namen sondern nutze nur Buchstabenkürzel für die beteiligten Personen und außerdem war dieser Blog ja für niemanden einfach so einsehbar. Ich hätte nie daran gedacht, dass ich damit eine Straftat begehen könnte, geschweige denn, dass es überhaupt jemals der Betroffene lesen würde. Aber dank der Klassenkameradin, die nach dem Lesen des Beitrags Webadresse und Passwort an den Betroffenen weiter gab hatte der natürlich vollen Zugriff und reagierte ziemlich heftig darauf. Er hatte damals den kompletten Text ausgedruckt und unserem Klassenlehrer vor die Nase gelegt, der wiederum die Sozialpädagogin der Schule ansprach. Es endete in einem Gespräch zwischen dem Mitschüler, dem Klassenlehrer, der SP und mir, wobei mir wirklich damit gedroht wurde Anzeige zu erstatten und man mich als psychisch nicht ganz in Ordnung bezeichnete.

Aus damaliger und heutiger Sicht fand ich die Reaktion völlig überzogen, denn wir waren keine 15 mehr sondern Mitte 20 (ich habe recht spät das Abitur nachgeholt) und es hätte gereicht, wenn man normal mit mir geredet hätte. Nicht ich war damals diejenige, die den Text öffentlich gemacht hatte, er wäre einfach in den Tiefen des WWW verschwunden, bzw. war er ja eh nur mit Passwort überhaupt zu sehen. Und vermutlich wäre niemals jemand darauf gekommen, dass ausgerechnet “er” gemeint sein könnte, Namen mit dem selben Anfangsbuchstaben gibt es wie Sand am Meer.
Aber die Tatsache, dass jemand so reagieren kann, wenn man auch nur ein Mal etwas dummes schreibt hat mir sehr deutlich gezeigt, wie gefährlich und unberechenbar das Internet sein kann, wenn man nicht auf die Anonymität achtet, wenn man nicht völlig verfremdete Namen nutzt sondern die echten nur abkürzt, wenn man Passwörter unbedacht an andere Personen weiter gibt, usw. Seit dem Vorfall bin ich auf jeden Fall sehr, sehr kleinlich geworden, was Anonymität betrifft.

 

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